ISBN-13: 9783656028017 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 1,7, Friedrich-Schiller-Universitat Jena, Sprache: Deutsch, Abstract: In Finanzberichten konnen merkwurdige Dinge geschehen. Das Investmenthaus Morgan Stanley zum Beispiel hat im Zuge der Umfirmierung des Konzerns zu einer Grossbank das Geschaftsjahr verschoben. Das alte endete im November 2008, das neue begann im Januar 2009. Der Dezember verschwand mitsamt den in diesem Monat verbuchten Schulden. Allianz und Commerzbank strichen gar den 3,9 Milliarden Euro schweren Verlust der Dresdner Bank aus dem Schlussquartal 2008. Die alte Eigentumerin Allianz konsolidierte die Dresdner Bank als Tochtergesellschaft nur bis August in ihrer Einkommensrechnung, die Commerzbank als neue Muttergesellschaft erst ab Januar 2009 (vgl. Kaiser (2009), S. 1). Die bewusste Gestaltung der Finanzberichte durch Wahlrechte und Ermessensspielraume ist fur unternehmensexterne Adressaten indes wenig offenkundig. Das Hauptziel der vorliegenden Seminararbeit ist daher einen wissenschaftlich basierten Uberblick uber die Anreize von Unternehmen zu Bilanzpolitik zu liefern und aufzuzeigen, welche Schwierigkeiten sich dadurch fur die Adressaten ergeben. Im nachsten Kapitel erfolgt zunachst eine detaillierte Auseinandersetzung mit der bilanzpolitischen Problemstellung aus informationsokonomischer Perspektive. Daran anschliessend werden im dritten Abschnitt die Grundlagen der Bilanzpolitik, bestehend aus Begriffsdefinition, Abgrenzung zur Bilanzfalschung, bilanzpolitischem Instrumentarium und Systematisierung der mit Bilanzpolitik verfolgten Ziele, dargestellt. Diese beiden Themenabschnitte sollen dem Leser Erkenntnisse uber bilanzpolitische Motive liefern und somit die Ursachen fur die Anwendung von Bilanzpolitik aufzeigen. Kapitel vier beinhaltet eine kritische Analyse bedeutender statistischer Modelle und deren Anwendung in empirischen Untersuchungen. Das primare Anliegen dieses Abschnitts ist es, der F