Der gnädige Gott: Martin Luther und das liberale Erbe der Reformation
Luthers Dichotomien
Luthers „Solas“
Der Paradigmenwechsel Luthers
Luther aus heutiger Sicht
Der Gott der Natur
Nikolaus Cusanus (1401–1464): Gott als Überwindung von Wirklichkeit und Möglichkeit
Giordano Bruno (1548–1600): Gott als Weltseele
Jakob Böhme (1575–1624): Der alles durchdringende Gott
Baruch Spinoza (1632–1677): Der pantheistische Gott
Friedrich Wilhelm Schelling (1775–1854): Gott als das Absolute
Der Gott der Vernunft
René Descartes (1596–1650): Der uns bewusste gewordene Gott
Pierre Bayle (1647–1706): Der fragwürdige Gott
Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716): Der vernünftige Gott
Immanuel Kant (1724–1804): Der unbewiesene, aber moralisch notwendige Gott
Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770–1831): Gott als Geist in der Geschichte
Der Gott des Gefühls
Blaise Pascal (1623–1662): Der Gott des Herzens
Jean-Jaques Rousseau (1712–1778): Der Gott des Erlebens
Friedrich D. E. Schleiermacher (1768–1834): Das Göttliche als schlechthinnige Abhängigkeit
Ludwig Feuerbach (1804–1872): Gott als des Menschen eigenes Wesen
Der Gott der Geschichte: Die klassische liberale Theologie (1.0)
Ferdinand Christian Baur (1792–1860): Der geschichtlich gewordene Gott
David Friedrich Strauß (1808–1874): Der mythische Gott
Albrecht Ritschl (1822–1889): Gott als der sich in Christus selbst Bezeugende
Adolf von Harnack (1851–1930): Das Kommen Gottes in der Gottesherrschaft
Ernst Troeltsch (1865–1923): Gottes Willen und Wesen
Der Gott des ethischen Willens:
Albert Schweitzer (1875–1965): Ehrfurcht vor dem Leben
Die Göttlichkeit Gottes:
Karl Barth (1886–1968) und die dialektische Revolte
Der existenzialistische Gott: was uns unbedingt angeht
Søren Kierkegaard (1813–1855): Der leidenschaftliche Gott
Wilhelm Herrmann (1846–1922): Gott als Erfahrungswirklichkeit
Rudolf Otto (1869–1937): Gott als Widerfahrnis des Numinosen
Rudolf Bultmann (1884–1976): Gott als die unsere Existenz bestimmende Macht
Paul Tillich (1886–1965): Gott als die Tiefe des Seins
Von der alten zur neuen liberalen Theologie (2.0):
Karl Jaspers (1883–1969): Gott als das Umgreifende
Martin Werner (1887–1964): Gott als Seins- und Sinngrund
Fritz Buri (1907–1995): Gottesoffenbarung als Selbstoffenbarung des Menschen
Ulrich Neuenschwander (1922–1977): Die Abgründigkeit Gottes
Der Bund für Freies Christentum: Unaufgebbares Erbe der liberalen Theologie
Anglo-Amerikanische Liberalität
Samuel Taylor Coleridge (1772–1834): Wenn sich das Selbst in Gott verliert
Ralph Waldo Emerson (1803–1882): Ich bin Teil und Teilchen Gottes
Walter Rauschenbusch (1861–1918): Der Gott des sozialen Evangeliums
Alfred North Whitehead (1861–1947): Gott als Prozess
Harry Emerson Fosdick (1878–1969): Der kriegerische und der pazifistische Gott
Reinhold Niebuhr (1892–1971): Die Verderbtheit des Menschen wieder ernst nehmen
Gary Dorrien (geb. 1952): Liberales Christentum oder keines
Transtheistische Theologie
Dietrich Bonhoeffer (1906–1945): Den Gott, den es gibt, gibt es nicht
Wolfhart Pannenberg (1928–2014): Gott als die alles bestimmende Wirklichkeit
Eberhard Jüngel (geb. 1934): Gott als Geheimnis zwischen Theismus und Atheismus
Gotthold Hasenhütl (geb. 1933): Nur im Vollzug des Liebens ist Gott wirklich
Posttheistische Theologie
Dorothee Sölle (1929–2003): Atheistisch an Gott glauben
Hubertus Halbfas (geb. 1932): Können Atheisten Christen sein?
Helmut Fischer (geb. 1929): Theistisches und posttheistisches Paradigma
Von der Religionswissenschaft zur Religionstheologie
Religionswissenschaft
Religionstheologie
John Hick: Gott hat viele Namen
ÖRK: Nicht ohne meinen Nachbarn
Hans Küng: Weltethos
Perry Schmidt-Leukel: Gott ohne Grenzen
Klaus von Stosch: Komparative Theologie
Hans-Martin Barth: Wechselseitiger Inklusivismus
Ein persönlicher Zugang
Natürliche Theologie
Verhältnis von Theologie und Naturwissenschaft
Die Entwicklung der Weltbilder
Konsequenzen für eine natürliche Theologie
Conclusio
Ergebnis
Zusammenfassung
Grundzüge einer heutigen liberalen Theologie 3.0
Literaturverzeichnis
Kurt Bangert war Forschungsleiter und Research Advisor am World Vision Institut für Forschung und Innovation in Friedrichsdorf. Der Theologe ist Autor zahlreicher Artikel und Bücher sowie Schriftleiter der theologischen Zeitschrift Freies Christentum.
Dieses Buch bietet in einer durchweg verständlichen Weise einen Gang durch 500 Jahre Theologiegeschichte, von 1521 bis 2021, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Wandlung der Gottesvorstellungen, die anhand der einflussreichsten Philosophen und Theologen exemplifiziert werden. Dabei werden nicht nur die historischen Kontexte der jeweiligen Protagonisten beleuchtet, sondern auch deren Biographien. Ihre theologischen Vorstellungen werden u.a. anhand von aussagefähigen Originalzitaten veranschaulicht. Es werden auch das Verhältnis zu anderen Religionen u. das Verhältnis zu den Naturwissenschaften beleuchtet. Das Buch endet mit einem Ausblick auf die zukünftige Theologie.
„Bangert spannt einen weiten Bogen, der von Luther und dem liberalen Erbe der Reformation über die klassische liberale Theologie, die dialektische Theologie, die neue liberale Theologie und die anglo-amerikanische Liberalität bis hin zur transtheistischen und posttheistischen Theologie sowie Religionstheologie der Gegenwart reicht. Dabei wird der Leser / die Leserin mitgenommen auf eine spannende Entdeckungsreise des theologischen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Denkens – und zwar in einer durchweg verständlichen und ansprechenden Form. ...Am Ende des Buchs entwickelt Bangert in Grundzügen eine „heutige liberale Theologie“.
Prof. Dr. Werner Zager, Frankfurt am Main
Der Autor
Kurt Bangert war Forschungsleiter und Research Advisor am World Vision Institut für Forschung und Innovation in Friedrichsdorf. Der Theologe ist Autor zahlreicher Artikel und Bücher sowie Schriftleiter der theologischen Zeitschrift Freies Christentum.