ISBN-13: 9783531182513 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 341 str.
Die todliche Eskalation von Konflikten ist als Grund fur und gegen Interventionen ein Problem ersten Ranges. Aber worum handelt es sich hier eigentlich? Aktuelle Debatten suchen erfolglos nach einer Erklarung fur Eigendynamiken, die weder Adressaten noch schuldige Akteure kennen. Die Hilflosigkeit wird uberspielt, indem Schuldige konstruiert" werden. In einer global vernetzten Welt ist diese Logik der Problemlosung durch Problemverscharfung hochexplosiv. Hier fehlen alternative Denkmodelle. Die fruhe Sozialphilosophie war weiter: Kriegerisches (Clausewitz), Soziales (Simmel) und Rechtsformliches (Benjamin) werden als Prozesse der Wechselwirkung gedeutet. Heute lehrt erst die Luhmannsche Systemtheorie mit dem Begriff der Autopoiesis" das Mysterium der Eskalationsdynamiken wieder verstehen: Eskalation als Drift zu Tod und Zerstorung im Negativen, im Positiven als Prozess Frieden stiftender Versohnung. Dieses Buch ist fur Interessierte der Philosophie und der Sozialwissenschaften genauso wie fur Akteure der Friedens- und Sicherheitspolitik obligat.
Die tödliche Eskalation von Konflikten ist als Grund für und gegen Interventionen ein Problem ersten Ranges. Aber worum handelt es sich hier eigentlich? Aktuelle Debatten suchen erfolglos nach einer Erklärung für Eigendynamiken, die weder Adressaten noch schuldige Akteure kennen. Die Hilflosigkeit wird überspielt, indem Schuldige ?konstruiert? werden. In einer global vernetzten Welt ist diese Logik der Problemlösung durch Problemverschärfung hochexplosiv. Hier fehlen alternative Denkmodelle. Die frühe Sozialphilosophie war weiter: Kriegerisches (Clausewitz), Soziales (Simmel), und Rechtsförmliches (Benjamin) werden als Prozesse der Wechselwirkung gedeutet. Heute lehrt erst die Luhmannsche Systemtheorie mit dem Begriff der ?Autopoiesis? das Mysterium der Eskalationsdynamiken wieder verstehen: Eskalation als Drift zu Tod und Zerstörung im Negativen, im Positiven als Prozess Frieden stiftender Versöhnung. Dieses Buch ist für Interessierte der Philosophie und der Sozialwissenschaften genauso wie für Akteure der Friedens- und Sicherheitspolitik obligat.