ISBN-13: 9783640588282 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 32 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Psychologie - Diagnostik, Note: 2,0, Universitat Augsburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Wir leben in einer Welt, die sich aus mannlichen und weiblichen Anteilen zusammensetzt. Obschon die Natur in vielen Bereichen selbst auf diese Unterscheidung verzichtet, ja sogar alternative Modelle wie Zwitterwesen oder flexible Geschlechter nutzt, sind wir in unserer Umwelt als Menschen trotz solcher Ausnahmen wie den Transgender auf die Zweigeschlechtlichkeit festgelegt. Diese Festlegung existiert, wie gesagt, nicht uberall und ist auch zum Zwecke der Reproduktion sicherlich nicht die effektivste, denn ohne die in ihr implizierte Trennung zwischen dem reinen Samenspender und dem austragenden Teil als Brutkasten konnte die Reproduktion ohne weiteres mit hoheren Raten vor sich gehen, wie uns die einfachen Lebewesen zeigen - man denke nur an Bakterien, die sich rasant vermehren und ausbreiten konnen. Der einzige Grund, der wirklich fur eine Gegengeschlechtlichkeit spricht ist die erhohte Anpassungsfahigkeit, die sich aus den immer neuen Kombinationen von DNA ergeben und uns bisher vor einem Aussterben bewahren konnten (vgl. Benderly 1991, S.41ff.).Die Frage nach dem geschlechtsspezifischen Verhalten wird hierdurch aber nicht geklart, sondern durch die genauere Betrachtung eher noch erschwert. Es gibt Arten, die zwar ein eindeutiges Geschlecht besitzen, dieses aber erst durch den Einfluss der Umgebung entwickeln. Der Fisch Anthias squamipinnis entwickelt sich als Mannchen, weil die weiblichen Fische ein Mannchen wollen (vgl. Benderly 1991, S.54). Erst sein Umfeld vermittelt diesem Individuum welches Geschlecht es darzustellen hat. Mit der Emanzipation der Frau haben sich viele Einstellungen gegenuber dem Verhaltnis von Frauen und Mannern relativiert, so ist die Berufstatigkeit der Frau weitestgehend akzeptiert und die Kinderfursorge des Mannes nicht mehr nur auf sein beigesteuertes Einkommen beschrankt; dennoch bleiben Unterschied