ISBN-13: 9783862261192 / Niemiecki / Miękka / 2015
Dass unser Geschichtsbewusstseins Grunde hat, die im Nicht-Bewussten wurzeln, wird heutzutage niemand mehr prinzipiell bestreiten. Die bisher nur zogerlich erorterte Frage ist aber, ob und wie man dieses Nicht-Bewusste ans Tageslicht befordern kann.
Das Buch beschaftigt sich mit der Psychoanalyse des Geschichtsbewusstseins, aber auch mit dem Geschichtsbewusstsein der Psychoanalyse. Es setzt sich mit Angsten und Traumatisierungen auseinander, die - klinisch nachweisbar - im historisch-politischen Bewusstsein ihre Wirkungen ausuben. Es thematisiert aber auch die unbewussten An- und Auftriebskrafte, die uns vor der Ubermacht des historisch-destruktiven Zuviel schutzen und Moglichkeiten der Selbstbestimmung eroffnen.
Besondere Beachtung findet ein durch den Holocaust bewirkter Riss im Geschichtsbewusstsein, der kaum auszuhalten war und daher eilfertig uberdeckt und verdrangt wurde. Das wird in einer Fallstudie uber den deutschen Historiker Hermann Heimpel ausfuhrlich dargelegt und gedeutet. Das lebensgeschichtliche Involviertsein des 1939 geborenen Autors wird dabei als Gefahr einer nicht durchschauten Ubertragung methodologisch berucksichtigt.
Ein Anhang mit 16 kleinen Texten sowie 13 Abbildungen erganzen die psychohistorisch-geschichtsanalytischen Recherchen und Reflexionen."
Dass unser Geschichtsbewusstseins Gründe hat, die im Nicht-Bewussten wurzeln, wird heutzutage niemand mehr prinzipiell bestreiten. Die bisher nur zögerlich erörterte Frage ist aber, ob und wie man dieses Nicht-Bewusste ans Tageslicht befördern kann.§Das Buch beschäftigt sich mit der Psychoanalyse des Geschichtsbewusstseins, aber auch mit dem Geschichtsbewusstsein der Psychoanalyse. Es setzt sich mit Ängsten und Traumatisierungen auseinander, die - klinisch nachweisbar - im historisch-politischen Bewusstsein ihre Wirkungen ausüben. Es thematisiert aber auch die unbewussten An- und Auftriebskräfte, die uns vor der Übermacht des historisch-destruktiven Zuviel schützen und Möglichkeiten der Selbstbestimmung eröffnen. §Besondere Beachtung findet ein durch den Holocaust bewirkter Riss im Geschichtsbewusstsein, der kaum auszuhalten war und daher eilfertig überdeckt und verdrängt wurde. Das wird in einer Fallstudie über den deutschen Historiker Hermann Heimpel ausführlich dargelegt und gedeutet. Das lebensgeschichtliche Involviertsein des 1939 geborenen Autors wird dabei als Gefahr einer nicht durchschauten Übertragung methodologisch berücksichtigt. §Ein Anhang mit 16 kleinen Texten sowie 13 Abbildungen ergänzen die psychohistorisch-geschichtsanalytischen Recherchen und Reflexionen.