ISBN-13: 9783638753074 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 30 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 1,5, Ruhr-Universitat Bochum, Veranstaltung: Tod im Mittelalter, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit dieser Arbeit soll der Versuch unternommen werden, die im Mittelalter entstandene Vorstellung von den Armen Seelen darzustellen. Der mittelalterliche Mensch hatte umfangreiche Vorstellungen von den Toten und dem Leben nach dem Tod. Die Toten konnten nach der Vorstellung des Volkes auch nach ihrem Verscheiden in die Welt der Lebenden zuruckkehren. Vielfach trieben Wiederganger oder Geister ihr Unwesen. Aber auch verstorbene Ahnen konnten zuruckkehren und ihren Nachfahren hilfreich zur Seite stehen. Nun kollidierte aber die volkstumliche Vorstellung von einem korperlich agierenden Toten mit der kirchlichen Lehre, die eine Trennung von Korper und Seele propagierte; die Kirche musste also auf die volkstumlichen Vorstellungen reagieren und versuchte, die Totenerscheinungen in einen Arme Seelen-Glauben umzuwandeln. Der erste Teil dieser Arbeit versucht, die Entstehung dieses Glaubens zu skizzieren. Die folgenden Teile der Arbeit beschaftigen sich mit den Armen Seelen an sich: Uber das Erscheinungsbild der Armen Seelen in den christlichen Quellen und den volkstumlichen Sagen soll gleichzeitig die Vermischung dieser beiden Stromungen aufgezeigt werden. Weiterhin soll geklart werden, wie es zu dem leidenden Aspekt der Armen Seelen kommt und welche didaktische Intention von Seiten der Kirche dadurch vermittelt werden sollte. Und schlielich wird sich der letzte Teil mit der Erlosung der Armen Seelen befassen. Bei der Bearbeitung werden die christlichen Quellen genauer betrachtet, wahrend die volkstumlichen Sagen nur angedeutet werden, da diese nicht genau zu fassen sind. Allerdings geben die Sagen zumindest eine Andeutung, wie die Vorstellung im Volk aussah und welche Elemente in die christliche Lehre eingegangen sind.