ISBN-13: 9783656436935 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 56 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Soziologie - Politische Soziologie, Majoritaten, Minoritaten, Note: 1,8, Johannes Kepler Universitat Linz (Soziologie), Veranstaltung: Spezialisierung II im Praxisfeld (Entwicklung, soziale Bewegungen, Umwelt) PR, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Gehorlosenbewegung besteht seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie hat viele gesellschaftliche Umbruche nicht ganz bewaltigen konnen und den Ausschluss von allen Bereichen der Offentlichkeit erlebt. Durch die gesellschaftlichen Umbruche gerat die Gehorlosenbewegung ins Stocken und muss sich gefallen lassen, dass die Gesellschaft sogar behauptet, gehorlose Menschen seien unfahig, ihr Leben selbstandig zu bewaltigen. Diese von den Nichtbetroffenen behauptete Unfahigkeit der Gehorlosen erzeugt jede Menge historischer Unwahrheiten sowie voreilige Vorurteile und nahrt das falsche Bild uber Gehorlose, sodass die gesellschaftlichen Einschrankungen fur Gehorlose aufrechterhalten bleiben und andauern. Diese negativen Einschrankungen, wie zum Beispiel, dass der Bildungszugang vielen Gehorlosen versperrt bleibt, fuhren zu einer Instabilitat der Communitystrukturen. Diese Instabilitat ermoglicht es den nichtbetroffenen Einrichtungstragern, diese Strukturen auszuhohlen bzw. die vermeintliche Lebensqualitat Gehorloser zu gewahrleisten - damit wollen sie die scheinbare Benachteiligung abschaffen. Was hinter der vermeintlichen Lebensqualitat und deren Nichtzustandekommen steckt, werde ich im Laufe der Seminararbeit erlautern. Erst in den 1980er Jahren begann die Neustrukturierung des osterreichischen Behindertenmodells: Im Allgemeinen forderten Eltern die Wiedereingliederung ihrer Kinder auf der bildungspolitischen Ebene, damit diese das Recht auf eine "normale" Schule mit Integrationsmoglichkeit wahrnehmen konnen. Heute, nach 30 Jahren, zeigt sich, dass sich gehorlose Kinder wie auch andere Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen zu den erw