ISBN-13: 9786209601699 / Niemiecki / Miękka / 2026 / 148 str.
Trotz der wachsenden Bedeutung Europas auf dem weltweiten M&A-Markt sind empirische Untersuchungen zu den Auswirkungen europäischer Übernahmen auf den Unternehmenswert bislang nur in begrenztem Umfang verfügbar. Der Großteil der bisherigen Forschungsarbeiten zu M&A-Aktivitäten beschränkt sich auf den US-amerikanischen und den britischen Markt. Das Muster der M&A-Aktivitäten in Kontinentaleuropa ist in der empirischen Literatur weit weniger erforscht. Im Vergleich zu den USA und Großbritannien zeichnen sich kontinentaleuropäische Unternehmen durch einen schwächeren Anlegerschutz und weniger entwickelte Kapitalmärkte (LaPorta et al., 1998) sowie durch eine konzentriertere Eigentumsstruktur (Faccio und Lang, 2002) aus. Die Analyse in diesem Buch befasst sich mit den potenziellen Unterschieden zwischen dem angloamerikanischen Markt für Unternehmenskontrolle und dem kontinentaleuropäischen Markt. Wir untersuchen die Unterschiede in den Vermögenseffekten zwischen Kontinentaleuropa und Großbritannien anhand einer großen Stichprobe von 2.823 europäischen Übernahmetransaktionen, die zwischen 2002 und 2010 angekündigt wurden. Wir gehen der Frage nach, ob europäische Fusionen und Übernahmen (M&As) für die Zielgesellschaft einen höheren Wert schaffen als für die Aktionäre des bietenden Unternehmens und warum Bieter bei grenzüberschreitenden Übernahmen höhere Prämien zahlen als bei inländischen Übernahmen.