ISBN-13: 9783640625338 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 40 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Osteuropa, Note: keine, Freie Universitat Berlin (Otto-Suhr-Institut fur Politikwissenschaft), Veranstaltung: Migration von Frauen und Mannern, Sprache: Deutsch, Abstract: Sklavenhandel ist die Bezeichnung fur die vollstandige okonomische und rechtliche Abhangigkeit eines Menschen von einem anderen Menschen. Jene, die in solchen Abhangigkeiten stehen, erfahren eine substanzielle Minderung ihrer Existenz als Mensch. Die Vokabel Sklavenhandel ist bekannt aus der Geschichtsschreibung und steht stellvertretend fur ein verbreitetes Phanomen in der Zeit des europaischen Kolonialismus des 16. bis 18. Jahrhunderts, in der Menschen vor allem aus Afrika als Ware weltweit gehandelt wurden. Der erste Blick in die modernen westeuropaischen Gesellschaften lasst vermuten, dass es keinen Handel mit Menschen mehr gibt und es sich lediglich um eine anachronistische Bezeichnung fur Vorgange langst vergangener Zeiten handelt. Tatsachlich jedoch findet moderner Sklaven- und Menschenhandel in einer sehr geschlechtsspezifischen Form nahezu alltaglich statt und die ihn bestimmenden Vorgange sind von permanenter Aktualitat und Gegenwartigkeit. Das Nachschlagen des Stichworts "Menschenhandel" in einem Standardlexikon verrat die faktische Gleichsetzung von Menschenhandel und Frauenhandel, denn hauptsachlich sind Frauen, aber auch Kinder betroffen. Obwohl Menschenhandel ausgehend von der statistische Analyse folgerichtig als Frauenhandel bezeichnet werden konnte, kennen die Strafgesetzbucher nur die geschlechtsneutrale Begrifflichkeit des Menschenhandels. Die Ware Mensch" ist den Tatsachen gemass zuallererst weiblich und der feminine Korper, nahezu egal welchen Alters, ist ein globales Tauschobjekt mit hoher Nachfrage und wird einer allgemeinen Handelsware ahnlich uberall auf der Welt vertrieben und verfugbar gemacht. Das internationale Geschaft mit Frauen ist nicht nur lukrativ und umsatzstark, sondern