ISBN-13: 9786209536410 / Niemiecki / Miękka / 2026 / 96 str.
Heute, in der neuen Weltordnung, besteht eine der großen Herausforderungen der westlichen Moderne darin, mit moralischer und religiöser Pluralität umzugehen, um ein besseres Zusammenleben zu erreichen. Es gibt jedoch noch viel zu tun: zunächst innerhalb jeder religiösen Tradition, dann zwischen den verschiedenen Traditionen und schließlich zwischen diesen Traditionen und der Moderne. Der "Dogmatismus" steht im Mittelpunkt dieser Debatten, sei er traditioneller oder moderner Natur, er behindert die Vernunft in ihrem Befreiungsprozess. Wir werden versuchen zu zeigen, wie die Befreiung vom Dogmatismus im Allgemeinen und die Befreiung vom muslimischen "Dogmatismus" im Besonderen zu einem besseren Zusammenleben beitragen können. Zu diesem Zweck werden wir die Projekte zweier zeitgenössischer muslimischer Denker analysieren: Mohammed Arkoun und Tariq Ramadan. Arkoun ist der Meinung, dass dieser Wandel dem Modell der westlichen Befreiung folgen muss, mittels einer subversiven Kritik der islamischen Tradition. Ramadan hingegen entscheidet sich für eine radikale Reform, die auf eine umfassende Kritik der Tradition abzielt, aber die Grundlagen des Glaubens, das "Heilige", verschont.