ISBN-13: 9783638711982 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 48 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,7, Rheinisch-Westfalische Technische Hochschule Aachen (Institut fur Politische Wissenschaft), Veranstaltung: Intensivseminar: 'Geschichte, Gedachtnis, Politik' (SS 2004, WS 2004/2005), 33 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Nach 1990 trafen in Deutschland zwei unterschiedliche Gedenkkulturen aufeinander. Wahrend sich im Westen staatliche Erinnerung und Gedenken vor allem auf die judischen Opfer und den gescheiterten (militarisch-burgerlichen) Aufstand vom 20. Juli 1944 fokussierte, wurde in der DDR vor allem die fuhrende Rolle der (kommunistischen) Arbeiterbewegung im Widerstand gegen das faschistische Regime betont. Diese mehr als vierzig Jahre wahrenden gegensatzlichen geschichtspolitischen Konzeptionen fuhrten nach dem Scheitern der DDR zwangslaufig zu Konflikten. Besonders erbittert wurde an den Statten mit so genannter "doppelter Vergangenheit," also jenen Orten nationalsozialistischer Verbrechen, die anschlieend von der sowjetischen Besatzungsmacht bzw. spater den Behorden der DDR anderweitig genutzt wurden, gestritten. Thema der Untersuchung sind die Auseinandersetzungen um das Gedenken im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald. Anhand der Gedenkstatte Buchenwald wird exemplarisch aufgezeigt, ob und wie die Totalitarismusdoktrin, die in Deutschland nach 1990 eine Renaissance erlebte, Einflu auf die Neuorientierung der KZ-Gedenkstatten erlangte.