ISBN-13: 9783638746151 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 44 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Fruhgeschichte, Antike, Note: sehr gut, Carl von Ossietzky Universitat Oldenburg (Historisches Seminar), Veranstaltung: Alltagsleben im Romischen Reich, Sprache: Deutsch, Abstract: Im ersten Teil der Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, bis zu welchem Grade die Menschen der Antike in der Lage waren, eine Unterscheidung zwischen der Abtreibung und der Empfangnisverhutung vorzunehmen. Diese heute so selbstverstandliche Abgrenzung darf in romischer Zeit keineswegs als gegeben vorausgesetzt werden. Zugleich soll anhand der uberlieferten Quellen untersucht werden, in wieweit sich aus ihnen Ruckschlusse auf den Umfang und die Art und Weise schlieen lassen, in denen Empfangnisverhutung tatsachlich praktiziert wurde. Denn Schriften zu dessen Anwendung existieren in beachtlicher Anzahl. Diese werden im zweiten Teil behandelt, in dem aus einer engen Auswahl von erhaltenen medizinischen Schriften einige dort beschriebene Verhutungsmethoden vorgestellt werden. Dies wird grotenteils unter dem Aspekt ihrer mit heutigem Wissen feststellbaren Wirksamkeit geschehen, wobei sowohl wirksame als auch vollkommen wirkungsfreie Verfahren genannt werden. Sowohl zur Empfangnisverhutung als auch zu den drei weiteren Mittel der Begrenzung der Familiengroe ist bis zum heutigen Tag eine stattliche Menge an wissenschaftlicher Literatur veroffentlicht worden. Die uberlieferten medizinischen Schriften wurden ediert und ubersetzt, die beschriebenen Methoden, Praparate und Substanzen analysiert und teilweise auf ihre Wirksamkeit uberpruft. Hier kann auf die geleistete Arbeit zuruckgegriffen werden. In den Fragen nach dem Ausma und der Art der tatsachlich erfolgten Praktizierung sowie nach der bereits genannten Unterscheidungsfahigkeit der Menschen in der Antike sind nach wie vor einige Fragen offen geblieben. Der Umfang der Anwendung von Verhutungsmitteln wird haufig als nicht feststellbar aufgrund der kaum vorhand