ISBN-13: 9783656175704 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 40 str.
ISBN-13: 9783656175704 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 40 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Note: 1,0, Universitat Hamburg (Philosophisches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: In der Nikomachischen Ethik widmet Aristoteles zwei der zehn Bucher der Darstellung der Philia (Φιλiα) und verschafft uns damit einen Einblick in die antike Auffassung von der Freundschaft. In dieser Arbeit mochte ich betrachten, inwieweit dieses antike Freundschaftsbild fruchtbar fur aktuelle Fragestellungen der Spieltheorie sein kann. Dazu werde ich anhand der Bucher VIII und IX drei Formen der Philia, die Nutzen-, Lust-, und Tugendfreundschaft nachzeichnen und zeigen, welche besondere Rollen das Wohlwollen und der Altruismus im aristotelischen Freundschaftsverstandnis hat. Sodann werde ich den Leser kurz in die allgemeine Spieltheorie einfuhren, um anschlieend mit zwei spieltheoretischen Analysen, dem Gefangenen- und dem Altruistendilemma zu betrachten, wie sich Nutzen-, Lust- und Tugendfreunde in sozialen Konfliktsituationen verhalten wurden. Mein Ziel ist es zu zeigen, dass die Philia eine mogliche Losung fur soziale Fallen darstellen kann, wie sie z.B. durch das Gefangenendilemma beschrieben werden. Ich werde dafur argumentieren, dass zumindest die Tugendfreundschaft einen handlungsstabilisierenden Mechanismus darstellt, der Akteure stets zur Kooperation anhalt. Gleichzeitig mochte ich den Leser aber auch zu einem Gedankenexperiment einladen, das aufzeigt, welchen paradoxen Situationen Freunde ausgesetzt sind, wenn sie versuchen stets wohltatig und altruistisch motiviert zu handeln.