ISBN-13: 9783638911580 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Padagogik - Familienerziehung, Note: 1,7, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen (Institut fur Erziehungswissenschaft), Veranstaltung: Nachscheidungs- und Stieffamilien im Spiegel von Marchen, Familienromanen, Kinderbuchern, biographischen Texten und/oder Fallgeschichten, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die scharfe Trennung zwischen Literatur und Geschichtsschreibung wirkt bis in die heutige Zeit hinein, auch wenn es in der Vergangenheit bereits Versuche einer Annaherung gegeben hat. Ein Beispiel dafur ist Georg Buchner, der die Grenze zwischen Literatur und Geschichtsschreibung verwischt, indem er den dramatischen Dichter selbst als Geschichtsschreiber" bezeichnet. Er sieht den Autor also nicht als blossen Geschichtenschreiber, wie es im traditionellen Literaturverstandnis ublich war, sondern stellt ihn sogar noch uber diesen, indem er ihm die Eigenschaft zuspricht, realgeschichtliche Inhalte in eine unterhaltsame Form zu bringen und somit Geschichte neu zu erschaffen. Der Autor ist somit nicht mehr nur ein Verfasser fiktiver Texte, sondern dokumentiert auch realgeschichtliche Ereignisse. Vor diesem Hintergrund wird in der folgenden Arbeit versucht, aus Goethes Wahlverwandtschaften" und Thomas Manns Buddenbrooks" Erkenntnisse uber die Scheidungsproblematik in den jeweiligen Epochen zu gewinnen. Es mag unnotig erscheinen, sich angesichts stets wandelnder wissenschaftlicher Erkenntnisse mit so alten und daruber hinaus literarischen Texten zu befassen, denn schliesslich ist Scheidung ein Thema, das vor allem in das 20. und 21. Jahrhundert zu gehoren scheint und auch erst seit dieser Zeit wissenschaftlich erforscht wird. Ich vertrete jedoch die These, dass beide Texte nicht nur in ihrer Zeit fortschrittlich waren, sondern uns auch fur die heutige Zeit noch interessante Erkenntnisse liefern konnen, die vielleicht sogar uber das hinausgehen, was aus der Geschichtsschreibung bekannt ist. Um bess"