ISBN-13: 9783638948395 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands, Note: 2,0, Technische Universitat Kaiserslautern (FG Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Vergleichende Regierungslehre/ Innenpolitik: Einfuhrung in den Vergleich politischer Systeme, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Lobbyismus ist in Deutschland weit verbreitet und existiert nicht erst seit Grundung der Bundesrepublik. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich im deutschen Kaiserreich ein reiches und vielfaltiges Assoziationswesen aus freiwilligen Vereinigungen und Verbanden wie dem Bund deutscher Industrieller (BdI) und dem Bund deutscher Landwirte (vgl. Leif/ Speth 2006: 19). Lobbyismus gilt als Glied, das politische Interessen nicht nur mit den wirtschaftlichen, sondern auch mit den Interessen des Volkes direkt verbinden kann. Im politischen Alltag wird Lobbyismus in verschiedenen Formen praktiziert. Basis einer erfolgreichen Lobbyarbeit ist jedoch, das beide Seiten vom "Geschaft mit der Information" profitieren. Politiker holen sich Fachinformationen und Ratschlage bei Firmen und Verbanden, welche im Gegenzug durch ihre Meinung Einfluss auf die Politik nehmen konnen. Oftmals gehen solche "Tauschprozesse" (Leif/ Speth 2006: 16) aber auch mit Geschenken an Politiker, zusatzlichen Gehaltern, oder mit, im Anschluss an die Amtsperiode versprochenen, lukrativen Posten in Aufsichtsraten einher. Hier beginnt eine Grauzone, in der sich Korruption und Lobbyismus uberschneiden (vgl. Leif/ Speth 2006: 27). Dies ist auch der Grund, warum das Phanomen Lobbyismus so Medien- und Offentlichkeitsscheu ist, was zu weiteren Vorurteilen in der Bevolkerung fuhrt. Es bildet sich ein Teufelskreis, der nur schwer zu durchbrechen ist. In meiner Hausarbeit mochte ich mich mit der theoretischen Fundierung, sowie den Zielen, der Struktur, den Akteuren, den Vor- und Nachtteilen und der Europaisierung von Lobbyismus widmen."