ISBN-13: 9783638746779 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Padagogik - Geschichte der Pad., Note: 1,3, Universitat zu Koln (Padagogisches Seminar), Veranstaltung: Fakten und Fiktionen. Probleme padagogischer Geschichtsschreibung, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Geschichtswissenschaft bzw. der padagogischen Geschichtsschreibung bewegen sich Historiker haufig auf einer Gratwanderung zwischen Fakten und Fiktion. Wahrend einige, meist konservative Vertreter der Disziplin darauf insistieren, dass ihre Darstellungen auf puren Fakten basieren, proklamieren andere die Abkehr von dieser fur sie realitatsfernen Einstellung. Ein Argument fur Anhanger der letztgenannten Fraktion ist das Faktum, dass Vergangenheit fur die es keine Zeitzeugen mehr gibt, nie "massstabsgetreu" wiedergegeben werden kann. Fur Historiographen ergibt sich bei der Aufbereitung vermeintlicher Fakten ein Auswahlproblem. Quellen mussen selektiert werden, Epochen werden ernannt, Personen werden zu zentralen geschichtlichen Interessentragern. Deshalb jedoch diesen Daten fiktiven Charakter zuzuschreiben, mag ebenso radikal sein wie die kontrare Auffassung der Faktizitat. Mit dem Dekonstruktivismus und der Postmoderne eroffnen sich neue Herangehensweisen an historisch aufgearbeitete Texte. Mit meiner Seminararbeit mochte ich einen bedeutenden Vertreter/Denker der Postmoderne, Michel Foucault, prasentieren und seine Methodik sowie seine Vorschlage fur das Arbeiten mit historischen Materialien erklaren. Hierbei wirken sich Begriffe wie Kontingenz und Diskurs als essentielle Eigentumlichkeiten seiner Werke aus. Er zeigt, das Geschichte nie blosse Fakten reprasentieren kann, aber auch nicht einzig Fiktion bedeutet und damit obsolet werden wurde. Antagonistische, ambivalente, kontrare Perspektiven in der Geschichtsschreibung konnten einen Ausweg aus dem Dilemma bieten. Globale, allumfassende Theorien erscheinen uns heute in einer vielschichtigen, verschachtelten, nie ganz verstandlichen Welt utopisch und surreal. Dennoch darf"