ISBN-13: 9783668123793 / Niemiecki / Miękka / 2016 / 86 str.
Masterarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich VWL - Verkehrsokonomie, Note: 1,0, Westfalische Wilhelms-Universitat Munster (Institut fur Verkehrswissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Das Energiesteueraufkommen aus der Besteuerung von Otto- und Dieselkraftstoff betrug im Jahre 2012 uber 35 Milliarden Euro und stellt damit den groten Anteil der Bundeseinnahmen aus Verbrauchssteuern dar (Statistisches Bundesamt, 2014a, S. 3). Neben dem Zweck der Einnahmenerzielung kommt der Energiesteuer, vormals Mineralolsteuer, jedoch auch eine Bedeutung als Lenkungssteuer zur Erreichung insbes. umweltpolitisch motivierter Ziele zu (Soyk, 2013, S. 3). Deutlich wurde dieser Lenkungszweck beispielsweise bei der Erhohung der Mineralolsteuer im Zuge der okologischen Steuerreform, obgleich diese damals tatsachlich mit nur sehr allgemein gehaltenen umweltpolitischen Zielen begrundet wurde (Bach, 2009, S. 220). Auf europaischer Ebene wurde 2011 von der EU-Kommission der Vorschlag vorgebracht, den EU-Mindest-Energiesteuersatz auf Grundlage der CO2-Emissionen und des Energiegehaltes der Energieerzeugnisse festzulegen (EU Kommission, 2011). Somit wurde die Besteuerung der Kraftstoffe auf Basis der mit dem Kraftstoffverbrauch verbundenen Klimabelastung erfolgen. Dieselkraftstoff musste dann, aufgrund seines hoheren Energiegehaltes, mit einem hoheren Mindest-Energiesteuersatz als Ottokraftstoff belegt werden. Im Grundsatz spiegelt der Vorschlag der EU-Kommission die Idee wider, Kraftstoffsteuern als umweltpolitisches Instrument zur Internalisierung der externen Kosten des Straenverkehrs einzusetzen. Wahrend der Vorschlag der EU-Kommission hierbei auf die Berucksichtigung der Klimakosten abzielt, verursacht der Straenverkehr jedoch noch weitere externe Kosten, u.a. in Form von Luftverschmutzungskosten, Unfallkosten, Staukosten und Larmkosten. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ware es grundsatzlich sinnvoll, die einzelnen Externalitaten dir