ISBN-13: 9783638771634 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 28 str.
Vordiplomarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Politik - Sonstige Themen, Note: 2,0, Freie Universitat Berlin (Otto-Suhr-Institut fur Pol.wiss.), Sprache: Deutsch, Abstract: "Es wird nie soviel gelogen, wie vor der Wahl, wahrend des Krieges und nach der Jagd." (Otto von Bismarck, 1815-98) "Wir fuhren keinen Krieg." (Gerhard Schroder am 24.03.1999) Als am 24. Marz 1999, "54 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, zehn Jahre nach dem angeblichen Ende des Kalten Krieges, punktlich zum 50. Jubilaum des Nordatlantikpaktes" (Hartmann: 2000: 187), die ersten Bomben auf den nur noch aus Serbien und Montenegro bestehenden Reststaat Jugoslawien fielen1, "begann auch die Kriegsberichterstattung" (Hartmann: 2000: 188). Die Medien sollten in diesem nicht umsonst "Medienkrieg" genannten Angriffskrieg eine bedeutende Rolle spielen. Ihre wichtigste - militarpolitische - Aufgabe bestand in den Augen vieler Kriegsgegner darin, durch (Des)Information die "Heimatfront" von der "Unvermeidbarkeit" des Krieges zu uberzeugen3. Diese Arbeit will versuchen, vor dem Hintergrund dieser These einen Uberblick uber die Position der bundesdeutschen Medien - am Beispiel der Presse4 - in diesem Medienkrieg zu geben. Als Grundlage dienen Publikationen zum Thema, die sowohl der kriegsbefurwortenden als auch (und diese bilden den uberwiegenden Teil) der kriegskritischen Seite eine Stimme geben, um das Verhaltnis von Medien und Krieg aus ihrer entsprechenden Sicht zu betrachten und einzuschatzen. Chronologisch5 soll anhand einzelner Themenbereiche beleuchtet werden, welche Rolle die Presse spielte, was und wie berichtet wurde6, ob und in welchem Umfang Manipulationen stattfanden. Kam die Presse ihrer Informationspflicht nach oder wurde (bewut/unbewut) Propaganda betrieben, um die offentliche Meinung zu manipulieren und letztlich zu kontrollieren? Und wie vertragt sich eine derartige Instrumentalisierung der Presse mit den politischen Funktionen der Medien in einer Demokratie - "1. Information