ISBN-13: 9783638793261 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,0, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen (Institut fur Ethnologie und Afrikanistik), Veranstaltung: Proseminar: Volkerkunde Nordamerikas, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Abstract Die Inuit gehoren zu jenen Volkern der Erde, die unter hartesten Umweltbedingungen leben. Sie haben zumeist Mangel an pflanzlicher Nahrung und konsumieren zum grossten Teil Tierfleisch. Die Voraussetzungen sind jedoch nicht fur alle Eskimostamme gleich, denn die Art der Nahrungsquellen differiert regional und auch saisonal. Der Walfang spielt dennoch fur viele der Inuit- und auch Indianerstamme eine ausserst wichtige Rolle. Die Grosse der Tiere und somit die Menge des Fleisches und des Tranes, den sie fur ihre Lichtquellen benotigen, machen den Wal als Beute sehr attraktiv. Die Jagd auf ihn richtet sich zeitlich nach der Wanderungsbewegung bestimmter, fur den Walfang geeigneter Arten. Uberdies ist sie sehr gefahrlich. Das, sowie die generelle respektvolle Einstellung zu den meisten Tierarten seitens der Inuit ist der Grund fur die umfangreiche rituelle Einbettung der gesamten Waljagdsaison. Die konkrete Vorgehensweise bei den Zeremonien variiert regional stark. Doch scheint die Handhabe bei allen Stammen auf denselben Vorstellungen zu grunden. Das lassen bestimmte Grundprinzipien vermuten, die sich durch das rituelle Handeln ziehen und auf die ich in den nachsten Kapiteln naher eingehen werde. Zunachst werde ich die Utensilien beschreiben, die fur die Waljagd unabdingbar sind, um mich dann eingehender mit den spirituellen Hintergrunden der Walfangriten zu befassen. Im dritten Kapitel stelle ich den konkreten Ablauf einer Jagdsaison vor, um dadurch die Rituale in einem Kontext darzustellen, wie er zu einem bestimmten Zeitpunkt real existierte. Zum Schluss ziehe ich noch einen groben Vergleich zwischen Wal-, Robben- und Barenjagd in Bezug auf ihre spirituellen Hintergrunde und die"