ISBN-13: 9783640871681 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 36 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, Note: 1,7, Universitat der Kunste Berlin, Veranstaltung: Filme aus Filmen, 29 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Prolog Ziel einer 'richtig' verfassten Kompilation ist " (...) jede Methode, die den Zuschauer veranlasst, langst vertraute Bilder so zu sehen, als hatte er sie nie zuvor zu Gesicht bekommen (...)" Jay Leyda Die Wiederverwertung alten Filmmaterials zur Erstellung von anders als den uns vertrauten Filmen ist keine Erfindung neueren Datums. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Entstehen des Films beschaftigten sich Schriftsteller, Filmregisseure und Filmtheoretiker wie Sergej Michajlowitsch Eisenstein und die Schnittmeisterin Esther Schub (eine Mitarbeiterin Eisensteins) mit der Theorie und Praxis sog. "Filmkompilationen," also dem Zusammenschneiden gefundenen Archivmaterials. Heute fallt diese Methodik allgemein unter den Begriff des "Found Footage." Die alteste Kategorie bildet hierbei der "Kompilationsfilm," ein aus altem Archivmaterial hergestellter Dokumentarfilm, wenn man so mochte. Im Rahmen dieser Hausarbeit beschaftigt mich insbesondere die Frage nach der Inszenierung des Politischen im Kompilationsfilm und welche Bedeutung ihm als Wahrheitstrager uber die vermeintliche 'Wahrheit' im Vergleich zum reinen Dokumentarfilm zukommt oder ob er nicht doch ggf. eher als 'filmisches Kunstwerk' zu verstehen ist. Inwieweit konnen Kompilationsfilme ihre politischen Aussagen uberzeugender treffen als ihre 'Genre-Vettern', die Dokumentarfilme. Welchen Anspruchen mochte, kann und soll Kompilationsfilm genugen, ab wann konnte man von einen gelungenen Kompilationsfilm sprechen. ...]