ISBN-13: 9783640967056 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 36 str.
ISBN-13: 9783640967056 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 36 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Ernst-Moritz-Arndt-Universitat Greifswald (Institut fur Deutsche Philologie), Veranstaltung: Erzahlte Kriminalitat, Sprache: Deutsch, Abstract: Im ausgehenden 19. Jahrhundert manifestierte sich im deutschsprachigen Raum die vorgefasste Behauptung, Giftmord sei die typische weibliche Art zu toten. Einher-gehend mit dieser These, an der bis weit ins 20. Jahrhundert festgehalten wurde, fand eine Zuschreibung zentraler Wesenszuge und spezifischer Personlichkeitsdefizite statt, die das prototypische Bild der weiblichen Giftmorderin als bosartige und nie-dertrachtige, von "Wollust und Grausamkeit, Eitelkeit, Vergiftungstrieb oder auch Habsucht" getriebenen Frau, entstehen lie. In dieser Tradition erschien auch Alfred Doblins Erzahlung Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord, dessen Protagonistin Elli Link, gleichfalls im Zentrum dieser Arbeit stehen soll. Als Gesamtwerk bietet Die beiden Freundin-nen und ihr Giftmord ein komplexes Abbild der Entwicklung der Gefuhle und Seelenzustande Elli Links vor und nach der Tat und zeigt uberdies, welche Faktoren die Tat zu bedingen und zu begunstigen scheinen. Innerhalb dieses Rahmens zielt die vorliegende Arbeit darauf ab, festzustellen, inwieweit sich Doblin des Stereotypen der "typisch weiblichen Giftmischerin" bedient und Elli Link als reprasentativ im Sinne der literarischen und juristischen Tradition konstruiert.