ISBN-13: 9783656262527 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Fruhgeschichte, Antike, Universitat Hamburg (Fakultat fur Geisteswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Zivilverwaltung der Germanischen Provinzen zur Zeit des Romischen Kaiserreiches unterschied sich im Wesentlichen nicht von der der ubrigen Provinzen. Hier wie Dort verwaltete ein Statthalter von einer Verwaltungszentrale, bzw. einer Hauptstadt, aus die ihm unterstellte Provinz, wobei ihn zahlreiche Beamte, mit verschiedensten Aufgabengebieten, unterstutzten. Wahrend in Vorprovinzialer Zeit der Einfluss des Romischen Imperiums auf die Germanischen Stamme auf einzelne Personen beschrankt blieb, da die Voraussetzungen fur eine Territorialherrschaft nicht gegeben waren, entwickelte sich zum Ende des 1. Jahrhunderts nach Chr. ein Provinzialkonstrukt in den Gebieten der "Germania inferior" (dem sogenannten "Niedergermanien") und der "Germania superior" ("Obergermanien"). Die Anfanglichen Bemuhungen der romischen Eroberer, sich die Gebiete der linksrheinisch siedelnden Germanen anzueignen, konzentrierten sich darauf, Stammesfuhrer fur sich zu gewinnen, indem sie zum Beispiel mit romischen Burgerrechten versehen wurden. Im Gegenzug sorgten die verbundeten Stammesfursten fur die Einhaltung und Durchsetzung der romischen Ordnung. Mit der Zeit bildete sich so eine gegenseitige Kooperation zwischen dem romischen Reich und den germanischen Stammen heraus. Die fruheste Form der Herrschaftsausubung fand hierbei durch regelmaige und unregelmaige Abgabenforderungen, sowie der Anforderung von Hilfstruppen aus den germanischen Stammesverbanden, seitens der Romer statt. Auch Anderungen innerhalb der politischen Fuhrungsschicht bedurften der Zustimmung Roms. Im Gegenzug boten romische Truppen den verbundeten Germanen Schutz gegen feindlich gesonnene Stamme. Auf diese Weise gelang es den Romern mitunter nicht nur ihre Herrschaft zu festigen, sondern die germanischen Stamme durch die Bindung an Rom