ISBN-13: 9783640343874 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 76 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Theologie - Sonstiges, Note: 1,0, Freie Universitat Berlin (Institut fur Religionswissenschaft), Veranstaltung: PS/HS: Schamanismus in der Religionswissenschaft (SS 2006), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeiten M. Eliades zum Schamanismus, insbesondere das 1951 zunachst in Frankreich erschienene Buch Schamanismus und archaische Ekstasetechnik markieren einen Wendepunkt in der Schamanismusforschung. Wahrend das als Schamanismus bezeichnete Phanomen bis zu Eliades Schriften vornehmlich in den Gebieten Nord- und Mittelasiens lokalisiert wurde, auf deren Raum man den Schamanismus zunachst beschrankt ansah, sprengt Eliade die Enge dieser Sichtweise auf und behauptet, dass wir es beim Schamanismus mit einem die kulturellen Grenzen und zeitlichen Umstande uberschreitenden Phanomen zu tun haben. Der Schamanismus ist fur Eliade nicht primar eine kulturspezifische, historisch gewachsene, an einen bestimmten geschichtlichen, gesellschaftlichen sowie geographischen Kontext gebundene, sondern eine transhistorische und transkulturelle, also universelle Erscheinung. Was motiviert Eliade den Schamanismus derart auszuweiten? Diese Frage beantwortet sich eigentlich nur, wenn man das Gesamtwerk bzw. die grundsatzliche Intention, die Eliade in seinem Werk verfolgt, berucksichtigt und den Schamanismus als Teil dieses Ganzen betrachtet, in dessen Rahmen er eingebettet ist und aus dem allein er verstandlich wird. Daher kommt man nicht umhin bei der Explikation des Schamanismus a la Eliade auch dessen daruber hinausgehende Religionstheorie zu skizzieren und die Verflochtenheit von beidem in den Blick zu nehmen. Ein solcher Fokus wird in dieser Arbeit eingenommen.