ISBN-13: 9783638918060 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Soziologie - Religion, Note: 1,3, Friedrich-Schiller-Universitat Jena (Institut fur Soziologie), Veranstaltung: Religionssoziologie, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Thomas Luckmann gehort zu den wenigen bekannten Soziologen, die sich in der zweiten Halfte des 20. Jahrhunderts mit dem Phanomen der Religion beschaftigt haben und das zu einer Zeit als gemeinhin von einem Ruckgang oder gar dem Verschwinden der Religion ausgegangen wurde. Mit seinem Buch Die unsichtbare Religion" (1967) folgte Luckmann jedoch nicht der vorherrschenden Sakularisierungsthese, sondern stellte sie stattdessen vielmehr in Frage, in dem er die zunehmende Verlagerung der Religion in die Privatsphare der Menschen behauptete. Die Hausarbeit untersucht, warum Luckmann gerade die These von der Privatisierung der Religion vertritt und wie er zum Begriff der unsichtbaren Religion gelangt. Dazu werden die zentralen Punkte der Religionssoziologie Luckmanns nachgezeichnet und anschliessend auf das Verhaltnis von Privatisierung und Sakularisierung bezogen. Von herausragender Bedeutung ist dabei die Verortung des Religiosen im sozialen Wesen des Menschen, was ein Verschwinden der Religion an sich bei Luckmann unmoglich macht. Er erkennt zwar auch einen Trend der Sakularisierung, dieser betrifft fur Luckmann jedoch nur eine bestimmte Sozialform der Religion. Weiterhin beschaftigt sich die Arbeit mit der Kritik von Detlef Pollack an Luckmann und dessen Privatisierungsthese und kommt in diesem Zusammenhang auf die vermutlich nicht zu beantwortende Frage zu sprechen, wie Religion soziologisch letztlich richtig zu fassen ist."