ISBN-13: 9783640630981 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 32 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Neueste Geschichte, Europaische Einigung, Note: 1,5, Universitat Konstanz, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit wird gezeigt, dass sich der Sozialistische Deutsche Studentenbund, nach dem Unvereinbarkeitsbeschluss der SPD und im Laufe der 60'er Jahre zunehmend radikalisierte. Ferner wird dargestellt, wie sich, mit dem Beitritt Rudi Dutschkes, der antiautoritare Flugel des Verbandes entwickelte und von ihm ein mageblicher Teil des Radikalisierungsprozesses innerhalb des SDS ausging. Zwar war Rudi Dutschke innerhalb des Verbandes stark umstritten, schaffte es aber durch die aufstandischen Entwicklungen in der BRD, Studenten fur den Verband zu mobilisieren und mit ihrer Unterstutzung enormen Einfluss innerhalb des Verbandes und auf die Studentenbewegung auszuuben. Die Notwendigkeit von Gegengwalt verklausulierte Dutschke bis zum Organisationsreferat 1967 stets unter der Notwendigkeit von Aufklarung, welche zu einem revolutionaren Umsturz fuhren sollte. Im Organisationsreferat und auf der Vietnamkonferenz verwendete er allerdings Begriffe, die auf die Forderung nach einem Partisanenkampf schlieen lieen. Es ist auch nicht zu leugnen, dass der Begriff Stadtguerilla durch Rudi Dutschke erstmals in der BRD verwendet wurde und er ihn nachhaltig konzipiert hat. Diese Vorstellungen und Forderungen wurden allerdings nie konkretisiert. So wird nicht deutlich, ob er eine Mentalitatsveranderung (Guerillamentalitat) der Studenten forderte oder aber einen tatsachlichen Guerillakrieg in den Metropolen anstrebte, was zu folgeschweren Missinterpretationen fuhrte. Dutschke war kein Pazifist und sah sich selbst als Revolutionar. Ein Revolutionar kann in Dutschkes Augen kein Pazifist sein, da er der Gewalt des repressiven Herrschaftssystems mit Gegengewalt begegnen muss. Aus seinen Tagebuchaufzeichnen, seiner Ablehnung von der Totung von Menschen und seiner spateren Distanzierung vom RAF-Ter