ISBN-13: 9783640790470 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 40 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, Note: 1,3, Philipps-Universitat Marburg (Medienwissenschaft), Veranstaltung: Die Vermittlung von Unterhaltung, Sprache: Deutsch, Abstract: Wir brauchen keine Lugen mehr," so hiess der Musiktitel den Frank Schobels in der 100. Sendung des Kessel Buntes" am 23. September 1989 in einer Live-Ubertragung im Deutschen Fernsehfunk prasentierte. Auffallig dabei war, dass in der Wiederholungssendung genau diese eine Darbietung fehlte. Scheinbar gefiel er dem stellvertretenden Vorsitzenden des staatlichen Komitees fur Fernsehen und Berichtsleiter der Fernseh-Unterhaltung, Horst Rentz, beim zweiten Horen dann doch nicht mehr so gut. Steckte etwa zu viel Wahrheit in dieser Aussage und das einen Monat vor dem Mauerfall? Hierbei wird deut-lich, dass die staatliche Zensur und Beeinflussung des DDR-Unterhaltungsfernsehen bis zur letzten Minute aufrecht erhalten wurde. Das die Medien der DDR der totalen staatlichen Kontrolle unterlagen und der Begriff Agitation dabei eine entscheidende Rolle spielte, ist heute kein Geheimnis mehr. Nun stellt sich die Frage, inwieweit es dennoch moglich war ein Unterhaltungsprogramm zu schaffen, das sowohl den Bedurfnissen der Zuschauer angemessen war, als auch dem staatlichen Lehrauftrag nach dem sozialistischen Gedanken. Zur Beantwortung dieser Frage ist es erforderlich die Entwicklung der DDR-Fernsehunterhaltung von Anfang an zu durchforsten. Um eine Struktur zu bilden, werden in dieser Arbeit hierbei drei entscheidende Phasen unterschieden: Die Grundungsphase von 1952-1955, die Formbildungsphase des neuen Massenmediums von 1956-1960 und schliesslich die Experimentierphase von 1961-1971. In der Zeit danach dominierten vor allem zwei Fernsehformate das Unterhaltungsprogramm der DDR: Gunther Emmerlichs Show-kolade" und das in ganz Deutschland bekannte Erfolgs-format Ein Kessel Buntes." Aus Grunden seiner Popularitat und seiner Privilegien vor allen ander