ISBN-13: 9783656963806 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 36 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich VWL - Geldtheorie, Geldpolitik, Note: 1.0, Georg-August-Universitat Gottingen (Institut fur Internationale und Monetare Okonomik), Veranstaltung: Volkswirtschaftliches Hauptseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Ausgelost durch die 2007 in den USA ausgebrochene Finanz- und Wirtschaftskrise befindet sich die Europaische Wahrungsunion seit nunmehr funf Jahren in einer andauernden asymmetrischen Strukturkrise. Durch die Implementierung neuer Institutionen und unkonventionelle Manahmen der Zentralbank konnte ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone bisher verhindert werden. Dennoch bleibt die konjunkturelle Situation angespannt. Sowohl auf dem Arbeitsmarkt als auch auf dem Finanzmarkt der EWU ist eine zunehmende nationale Fragmentierung zu konstatieren, welche die Heterogenitat der Teilnehmerlander verstarkt. Stand in der offentlichen Debatte zu Beginn noch die fiskalische Konsolidierung der Teilnehmerlander im Mittelpunkt, ruckt nun ─ insbesondere in Deutschland ─ die Nachhaltigkeit der Entwicklungen auf dem Finanzmarkt in den Fokus. In erster Linie steht im Kontext des aktuellen Niedrigzinsumfelds die Rolle der Europaischen Zentralbank als dauerhafter Krisenbekampfer in der Kritik. Seit dem Ausbruch der Finanzmarktkrise und der Krise der peripheren Euro-Lander versucht die EZB mit traditionellen Manahmen, wie schrittweisen Zinssenkungen, aber auch unkonventionellen Schritten eine systemische Finanzmarktkrise zu verhindern. Bereits vor zwei Jahren warnten jedoch Okonomen des Munchner IFO Instituts im Hinblick auf mogliche Risiken der EZB Politik: "Billiges Geld kann teuer werden." Vor dem Hintergrund fortdauernder wirtschaftlicher Divergenz der EWU Teilnehmerlander und ausbleibender konjunktureller Stabilisierung, trotz dauerhafter Niedrigzinsen im Euroraum, stellt sich daher die Frage: Welche realwirtschaftlichen Konsequenzen hat die Niedrigzinspolitik der Europaischen Zentralbank fur die deutsche Volkswirtschaft unt