ISBN-13: 9783668067417 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 30 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Theologie - Sonstiges, Note: 2,0, Universitat Regensburg (Katholische Theologie), Veranstaltung: Menschwerdung Gottes - Denkmodelle gestern und heute, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Frage nach dem Entstehen der Welt und des Menschen und vor allem die Frage des "Warum?" beschaftigen die Menschheit seit Jahrtausenden. Was war vor der Welt und was wird danach sein? Da die Menschen diese Dinge lange nicht wissenschaftlich aufarbeiten konnten, wurde die Entstehung der Welt schon immer durch religiose und mythische Vorstellungen erklart. Die meisten Kulturen und Religionen beriefen sich dabei auf eine erste Entstehungsursache, auf einen meist personifizierten Schopfer. Und da, wie es fur ihn typisch ist, sich der Mensch in erster Linie Gedanken um sich selbst macht, beschaftigte ihn die Frage, was mit ihm nach dem Tod geschieht so sehr, dass er sein diesseitiges Leben nicht selten seinem jenseitigen Leben unterordnete. Vorstellungen von einem Gericht, von Lohn und Strafe bestimmten die Vorstellungen schon in der griechischen Mythologie. Dass der Mensch in seinem weltlichen Zustand unwissend ist und diese Welt nur ein blasses Abbild der eigentlichen Wirklichkeit ist, erkannte schon Platon. Doch in den letzten 500 Jahren wurden diese alten Vorstellungen zum Teil radikal in Frage gestellt. Mit Rene Descartes und der von ihm eingeleiteten "Wende zum Subjekt" ruckte der Mensch wieder in den Mittelpunkt der Betrachtung. Die Aufklarung mit ihrem Deismus stellt Gott weiter ins Abseits, indem sie die These eines Uhrmachergottes entwirft, der die Welt geschaffen hat und sich dann nicht weiter um sie kummert. Auch Kant bewegt sich in dieser Linie. Er fordert sozusagen die Existenz Gottes um der Moral und der Unsterblichkeit des Menschen willen. Moralisch handeln bedeutet namlich haufig, nicht zu seinem eigenen Vorteil zu handeln, ja sogar eigenen Nachteil in Kauf zu nehmen. Es bedarf also einer ausgleichenden Gerechtigkeit nach dem