ISBN-13: 9783668063259 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 36 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Kunst - Kunstgeschichte, Note: 2,7, Friedrich-Schiller-Universitat Jena (Kunsthistorisches Seminar und Kunstodie), Veranstaltung: Jacopo Tintoretto und die Konkurrenz der Bilder, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit beschaftigt sich mit zwei Gemalden des venezianischen Malers Jacopo Robusti, genannt Jacopo Tintoretto. Er schuf sie in den Jahren 1592 bis 1594 fur das Presbyterium in der Kirche von San Giorgio Maggiore in Venedig, Italien, wo man sie heute noch finden kann. Es handelt sich bei den Gemalden um "Die Mannalese" und "Das letzte Abendmahl." Es sind Laterali, also Leinwandgemalde, die an den Seitenwanden des Hauptaltars angebracht sind. Beide Bilder sind im Auftrag von Michele Alabardi entstanden, dem Prior des Klosters. Auf den ersten Blick sind die beiden Bilder sehr kontrar. Wo das Abendmahl dunkel, geschlossen und dramatisch erscheint, wirkt die Mannalese hell, offen und festlich. Die Arbeit soll aufzeigen, auf welche Weise sie trotzdem verbunden sind, uber die Tatsache hinaus, dass das Thema Nahrung in beiden Bildern auftaucht. Nicht nur der Bezug aufeinander, sondern auch der zum Aufhangungsort ist dabei zu untersuchen. Das Letzte Abendmahl ist die am haufigsten gemalte traditionelle Szene aus dem Leben Christi in Tintorettos OEuvre. Was fur eine Entwicklung die Abbildungen dieser Szene durchlaufen, wie der Kern sich andert und was schlielich das letzte Gemalde dieser Themenreihe zu seinem besten macht, soll herausgestellt werden. Wie verhalt sich das bei dem Mannalese-Gemalde? Hier fallt, wie in vielen von Tintorettos Bildern eine intensive Raumwirkung und ein ungewohnliches Verhaltnis des Lichtes auf. Um diesen Effekten auf den Grund zu gehen, muss Tintorettos Malweise genauer betrachtet werden.