ISBN-13: 9783640188789 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 64 str.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 2,3, Ruhr-Universitat Bochum, 24 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die B.A.-Arbeit befat sich nicht in erster Linie mit Gustav Heinemann wahrend seiner Amtszeit als erster sozialdemokratischer Bundesprasident (1969-1974), sondern mit Heinemann als Antipode Konrad Adenauers in der Debatte um Wiederbewaffnung, Westbindung und Deutsche Einheit (als politisches Nahziel). Eine Diskussion, die zwischen 1949 und 1955, der Unterzeichnung des "Petersberger Abkommens" und dem NATO-Beitritt der Bundesrepublik, besonders kontrovers gefuhrt wurde - und erst 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer, der die deutsche Teilung zum Status quo werden lie, beendet war. Heinemanns Rolle in dieser Phase wird jedoch durchaus im Kontext seiner Gesamtbiographie betrachtet. Heinemann, 1949/50 noch CDU-Minister im Kabinett Adenauer, war einer der wichtigsten Gegenspieler des Kanzlers wahrend der Debatte um Wehrbeitrag und Westintegration. Wahrend Adenauer die deutsche Teilung als (zumindest) mittelfristiges Faktum und die Westbindung als bestmoglichen Schutz der Bundesrepublik vor einer sowjetischen Aggression betrachtete, hielt Heinemann am Primat der Wiedervereinigung fest. Sein Ziel war ein blockfreies Gesamtdeutschland, dessen Sicherheit (wie die der Nachbarn) uber Friedensvertrage mit den Besatzungsmachten garantiert werden sollte. Heinemann gelang es aber weder mit seiner "Notgemeinschaft" noch mit der Gesamtdeutschen Volkspartei (GVP), eine Mehrheit gegen Adenauers Kurs zu mobilisieren. Obwohl zu Beginn der Kontroverse um den Wehrbeitrag eine "Ohne-mich"-Stimmung in der westdeutschen Bevolkerung weit verbreitet war, wurde Heinemanns Konzept angesichts des globalen Ost-West-Gegensatzes als unrealistisch empfunden. Die Mehrheit entschied sich fur die Prioritatenreihenfolge "Freiheit-Frieden-Einhei