ISBN-13: 9783656547501 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 2,3, Bergische Universitat Wuppertal, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Ottonen hatten einen uberragenden Anteil am geschichtlichen Wandel einer Epoche. Nach dem allmahlichen, sich Fortschleichenden Zerfall des frankischen Groreiches besiegelte die Konigserhebung Heinrichs - der zuvor bereits von dem karolingischen Konig Konrad I. designiert worden war - im Jahre 919 das Ende der karolingischen Konigsdynastie. Es war aber nicht alleinig ein Wechsel in der Dynastie zugunsten der Ottonen, sondern auch zugleich die Abkehr von dem frankischen Prinzip der dynastischen Erbteilung, die unter anderem entscheidend fur den Untergang des frankischen Groreiches gewesen war. Durch die bisherige Aufteilung des Reiches unter allen legitimen Sohnen eines Konigs war das ehemalige frankische Groreich zunehmend zersplittert und dadurch auch seiner gebundelten Macht beraubt. Seit Heinrich dem I. herrschte nunmehr die Individualsukzession im Konigsamt vor. In dem Deutschen Reich des 10. Jahrhunderts bilden ..".volkstumliche Rechtsformen...," die ihren Ursprung aus dem Wahlverhalten der Germanen beziehen, die geschichtliche Grundlage bei der Wahl des Deutschen Konigs. Bei den Germanen galten die jeweiligen Fursten als Reprasentanten und "Sprachrohre" der einzelnen Stamme, die den Willen der gesamten Stammesangehorigen kundtaten und gegebenenfalls auf ein gemeinsames Oberhaupt ubertrugen. Hieraus resultierend spricht man im Mittelalter von einer durch die Fursten erfolgenden Volkswahl, da die einzelnen Fursten Vertreter der gesamten Bevolkerung eines Reiches sind. Jedoch ist der Begriff der Volkswahl hierbei nicht in dem heutigen demokratischen Verstandnis auszulegen.