ISBN-13: 9783640437085 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 60 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 1,0, Humboldt-Universitat zu Berlin (Institut fur Geschichtswissenschaften), Veranstaltung: Kaiser Friedrich Barbarossa (1122-1190) in seiner Zeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Eroffnet wird der Aufsatz mit einem Uberblick uber die Forschungsergebnisse des 20. Jahrhunderts, die Jerusalemfahrt Heinrichs des Lowen im Jahr 1172 betreffend. Es wird festgestellt, dass sich die Mediavisten lange Zeit mit der Frage beschaftigten, ob dieses Unternehmen primar religios oder politisch motiviert gewesen ist. Vor allem interessiert den Autoren aber die These Johannes Frieds, der Orientzug des Herzogs von Sachsen und Bayern sei ein "abgebrochener Kreuzzug" gewesen. In einem ersten Schritt wird die Zuverlassigkeit der "Chronica Slavorum" Arnolds von Lubeck als Hauptquelle zu dieser Fragestellung diskutiert. Zunachst werden Frieds Argumente zu einer quellenkritischen Neubewertung zu Ungunsten des Lubecker Abtes referiert. Anschlieend wird durch einen Vergleich der betreffenden Passage aus der "Slawenchronik" mit einer in Jerusalem verfassten Urkunde Heinrichs des Lowen aufgezeigt, dass das Arnolds Werk zwar im Detail oftmals ungenau ist, fur die Erforschung der wichtigsten Ereignisse und Hintergrunde der Fahrt aber dennoch als Hauptquelle beibehalten werden kann. In einem zweiten Kapitel setzt sich der Autor auf theoretischer Ebene mit dem Kreuzzugsbegriff auseinander. Es wird aufgezeigt, welche Definitionsansatze zurzeit in der mediavistischen Forschung dominieren und welche Elemente als konstitutiv fur ein als Kreuzzug zu bezeichnendes Unternehmen angesehen werden. In einem dritten Kapitel wird uberpruft, ob die Jerusalemfahrt des Jahres 1172 den herausgearbeiteten Kriterien entspricht oder nicht. Auch hier werden zunachst Frieds Argumente nachvollzogen. Es wird festgestellt, dass die dunne Quellenbasis, auf der diese beruhen, seine These als recht spekulativ