ISBN-13: 9783565201006 / Niemiecki / Miękka / 92 str.
"Die Illusion der Gerechtigkeit - Warum der Glaube an Fairness uns grausam macht" konfrontiert uns mit der "Just-World-Hypothesis" (Gerechte-Welt-Glaube). Wir alle wollen glauben, dass guten Menschen Gutes widerfährt und schlechten Menschen Schlechtes. Doch dieser Glaube hat eine dunkle Seite: Wenn einem Unschuldigen etwas Schreckliches passiert (Krankheit, Unfall, Verbrechen), neigen wir dazu, unbewusst nach einem Fehler beim Opfer zu suchen, um unser Weltbild zu retten.Soziologin Friederike Ohm erklärt das Phänomen des "Victim Blaming". Sie zeigt, dass Sätze wie "Hätte sie sich anders angezogen..." oder "Hätte er gesünder gelebt..." Schutzmechanismen des Gehirns sind, um die Angst vor der Zufälligkeit des Unglücks abzuwehren."Die Illusion der Gerechtigkeit" ist ein Plädoyer für radikales Mitgefühl. Es lehrt den Leser, die Unfairness der Welt zu akzeptieren, ohne zynisch zu werden. Nur wer begreift, dass das Schicksal keine Moral kennt, kann echte Empathie für die Opfer des Zufalls entwickeln, statt sie moralisch zu verurteilen.
Verstehen Sie, warum wir Opfern oft die Schuld geben, nur um unseren naiven Glauben an eine gerechte Welt zu schützen.