ISBN-13: 9783956844980 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 54 str.
In der Kunstgeschichte bereicherte die durch Warburg und spater Panofsky entwickelte Methode der Ikonologie die Forschung ungemein. Untersucht die Ikonographie wiederkehrende, uber die Jahrhunderte und Epochen weiterverwendete und veranderte Motive, stellt die Ikonologie eine interpretatorische Leistung dar, in der die Ikonographie mit historischen, literarischen und psychologischen Verfahren verknupft wird, um so zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Doch kann die Ikonologie als theoretisches Gebilde allgemeingultig gelten? Denn jede (kunsthistorische) Methode ist in ihrer Fahigkeit zum Erkenntnisgewinn gewissen Grenzen unterworfen, die es zu bestimmen gilt. Daher ist es das Ziel dieser Arbeit, Moglichkeiten, Probleme und eben Hurden der Ikonologie zu benennen und so die Verwendbarkeit der Methode zu eruieren. Dazu wird ein kurzer Uberblick uber ihre Entwicklung, nach fuhrenden Forscherpersonlichkeiten geordnet, gegeben und sie anhand eines Streitfelds der Forschung, namlich der Deutung der hollandischen Genremalerei des 17. Jahrhunderts, exemplarisch untersucht. Die Praktikabilitat der Ikonologie als Methode schliesslich wird durch die 'Arnolfini-Hochzeit' von Jan van Eyck dargelegt und hinterfragt