ISBN-13: 9783640558841 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 36 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Padagogik - Geschichte der Pad., Note: 1,3, Otto-Friedrich-Universitat Bamberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Wir nennen den Vorgang, in welchem wir aus Zeichen, die von aussen sinnlich gegeben sind, ein Inneres erkennen: Verstehen" (Dilthey 1961, S.318). Was hier umschrieben ist, ist ein Vorgang, den wir mehr oder weniger bewusst taglich vollziehen. Wir verstehen Gesten, Musik, Aufforderungen und Texte im Uni-Alltag. Wir bringen Verstandnis auf und verlangen, verstanden zu werden. Der Vorgang des Verstehens ist so alltaglich, automatisch und selbstverstandlich geworden, dass wir zuruck treten mussen, um ihn wahrzunehmen" (Danner 1979, S. 32). Vor allem Situation, die man glaubt, nicht zu verstehen oder gar missversteht, machen bewusst, welche Dimensionen das Verstehen eigentlich aufweist. Fragen wir nach dem Weg und der Gefragte zeigt in eine andere Richtung als er sagt, dann irritiert das, wir verstehen das Gesagte nicht. Das Verstehen (ist) spekulativ, subjektiv, unexakt, willkurlich, empirisch nicht nachprufbar. Trotz gewisser Regeln (sind) unterschiedliche Deutungen moglich" (Gudjons 1997, S. 62), so die Kritik. Wie kann man diesen Vorgang dann so zur Forschungsmethode umstrukturieren, dass er nutzliche Erkenntnisse bringt? Genau dies wurde in der Hermeneutik realisiert und vor allem in der Geisteswissenschaftlichen Padagogik weiterentwickelt. Die folgende Arbeit gliedert sich in zwei grosse Teile: Zuerst sollen Grundlagen und Grundbegriffe geklart werden, die zum Erfassen des Ausmasses und der Notwendigkeit des Verstehens fur die Padagogik wichtig sind. Auf der Basis dieser werden im zweiten Teil die Ideen und Positionen dreier Personen vorgestellt, die die Hermeneutik entscheidend weiterentwickelt und vorangebracht haben: Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, weiterhin Wilhelm Dilthey, der Begrunder der Geisteswissenschaftlichen Padagogik und Herman Nohl, der den Prozess des Verstehens in vier Schritte struktur