ISBN-13: 9783640857043 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Soziologie - Recht, Kriminalitat abw. Verhalten, Note: 1,3, Universitat Trier, Veranstaltung: PS Macht und Herrschaft, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wahrend in der heutigen Zeit die Bestrafung fur ein begangenes Verbrechen fast automatisch mit einem Gefangnisaufenthalt assoziiert wird, stellte diese Art der Strafe noch vor etwas uber 200 Jahren die Ausnahme dar: es war die Marter, die offentliche Folter, die von der Justiz als die am besten geeigneteste und daher am haufigsten praktizierte Strafmethode angesehen wurde. Doch wie kam es dazu, dass diese besonders brutale Form der offentlichen Bestrafung innerhalb weniger Jahre fast vollstandig durch eine im geheimen durchgefuhrte Uberwachungsstrafe ersetzt wurde? Dass die Grunde hierfur nicht nur in der neuen, im Zuge der Aufklarung gewonnenen Humanitat und der Abschaffung menschenverachtender Foltermethoden zu suchen sind, sondern das Resultat viel tief schurfenderer Veranderungen in Gesellschaft und Okonomie der Macht sind, will ich in dieser Arbeit belegen. Als Hauptreferenz dient mir hierzu das soziologische Hauptwerk "Uberwachen und Strafen" von Michel Foucault, dessen umfangreiche Analyse der Entwicklung der Bestrafungsstrukturen und dem Einzug der Disziplinen in die Gesellschaft groen Einfluss auf zahlreiche Denkrichtungen hatte und daruber hinaus Forschungen uber Sozialdisziplinierung initiierte, "die in der Selbst- und Fremdkontrolle der Individuen einen wichtigen Aspekt klassischer und neuerer Theorien der Moderne sehen." Ein weiteres Hauptaugenmerk dieser Hausarbeit liegt auf der Untersuchung der Situation des einzelnen Gefangenen in der Haftanstalt, auf den Strategien und Verhaltensmuster, derer die Straflinge sich bedienen, um mit dieser besonderen Situation des (Uber-)Lebens in einer geschlossenen Institution zurecht zu kommen. Die Erkenntnisse hierfur liefert das 1961 veroffentlichte Buch "Asyle - Uber die soziale Situ