ISBN-13: 9783640202768 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik, Note: 2-, Westfalische Wilhelms-Universitat Munster (Institut fur Wirtschafts- und Sozialgeschichte), Veranstaltung: Internationale Wirtschaftsbeziehungen im 20. Jhdt., Sprache: Deutsch, Abstract: Mit dem Beginn des ersten Weltkrieges endete in Europa die Ara des klassischen Goldstandards, der sich in der zweiten Halfte des 19. Jahrhunderts unter der Fuhrung Grobritanniens entwickelt hatte, und international durch relativ fixe Wechselkurse die Wirtschaft der meisten Industriestaaten verbunden hatte. Der erste Weltkrieg zerstorte durch unverantwortliche Kriegsfinanzierungssysteme die bis dahin hoch vernetzten internationalen Arbeits- und Kapitalmarkte innerhalb von kurzer Zeit. Der Goldstandard, der sich bis dahin dadurch auszeichnete hatte, dass es moglich war Gold freizugig und ungehindert zu ex- und importieren, sowie die Konvertibilitat des inlandischen Zahlungsmittel in Gold zu garantieren, wurde nun zwecks Geldmengenerhohungen aufgehoben, um die immensen Ausgaben fur den Krieg finanzieren zu konnen. Folglich brach das bis dato historisch gewachsene Finanzregime mit dem Hegemon England, das groteils aufgrund internationaler Zusammenarbeit und Solidaritat der nationalen Notenbankchefs und nicht durch internationale Vertrage oder Institutionen funktionierte hatte, zusammen. Folge der Kriegsfinanzierung waren am Ende des Krieges eine hohe Inflation, allgemeine wirtschaftliche Instabilitat und hohe Wechselkursschwankungen, die den stark beschadigten internationalen Handel weiter verunsicherten. Um alle diese wirtschaftlichen Probleme einzudammen, waren die alliierten Machte daran interessiert den Goldstandard wieder zu installieren und auf diesem Wege wieder internationale Konvertibilitat herzustellen, die zur Erholung der internationalen Wirtschaft beitragen sollte. Dies war auch das wirtschaftliche Hauptanliegen der Konferenz von Genua im April und Mai 1