ISBN-13: 9783656023029 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Pflegemanagement / Sozialmanagement, Note: 3,0, Hochschule Neubrandenburg, Veranstaltung: Gesundheitssystem und Politik, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Gesundheitswesen der Schweiz stosst in Deutschland in der Debatte uber eine Reform und die zukunftige Ausgestaltung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf grosses Interesse. Vor allem die in der Schweiz im Jahr 1996 mit dem Krankenversicherungsgesetz" (KVG) in Kraft getretene obligatorische Krankenpflegeversicherung" (OKP) sowie die Neuerungen in ihrer Finanzierung werden hierzulande diskutiert. Dabei stehen die einkommensunabhangigen Kopfpramien" im Mittelpunkt. Sowohl die mit den Kopfpramien vorzuweisenden Praxiserfahrungen in der Schweiz als auch die als Konzepte vorhandenen Kopfpauschalenmodelle werden in Deutschland von Politik und Wissenschaft debattiert. Die Debatte der Neuerung der GKV-Finanzierung, um die sich neben der Kopfpauschale" auch die Modelle Burgerversicherung" und Burgerpramie" drehen, endete politisch 2007 vorerst mit dem Kompromiss Gesundheitsfonds. Die favorisierten Modelle der damaligen Koalitionsparteien CDU/CSU und SPD stehen sich auch heute noch diametral gegenuber. CDU/(CSU) befurworten die Kopfpauschale. Die SPD sprechen sich fur eine Burgerversicherung aus. Auch die aktuelle Koalition aus CDU/CSU und FDP hat bisher keines der in dieser Debatte diskutierten Modelle (in voller Konzeptionsbreite) umgesetzt. Aufgrund der Parteienkonstellation der Koalition und der im Koalitionsvertrag vereinbarten Zielsetzung einer Einfuhrung von einkommensunabhangigen Arbeitnehmerbeitragen" hat das Modell der Kopfpauschale die hochste Aktualitat und die besten Umsetzungschancen. Deshalb ist die Frage von Bedeutung, ob das schon seit langerem erorterte schweizerische Pramiensystem ein Vorbild fur die GKV ist und ob es sich fur eine Umsetzung empfehlen kann."