ISBN-13: 9783668409286 / Niemiecki / Miękka / 2017 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Note: 1,7, Freie Universitat Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Was genau bedeutet der Begriff Literatur eigentlich? Existiert sie uberhaupt, und wenn ja, wer bestimmt, welche Werke Literatur sind? Welche Rollen spielen der Autor, der Text und der Leser in der Literatur? Und steht der Autor vielleicht doch schon mit einem Fu im Grab? Diese Fragen will diese Arbeit naher beleuchten. Zentraler Untersuchungsgegenstand sind hierbei die beiden Texte "Der Tod des Autors" von Roland Barthes und "Was ist Literatur" von Terry Eagleton, die sich vor allem auf die Frage der Bedeutung des Autors im Verhaltnis zu der des Textes und der des Lesers widmen. Ein bildender Kunstler kann seine Leinwand in hundert Einzelteile zerstuckeln und doch Kunstler bleiben; er konnte einen benutzten Kaugummi auf den Boden kleben und immer noch Kunstler bleiben. Ein Musiker konnte den Verkehrslarm einer Stadt aufnehmen, einen Bass dazu mixen und wurde Musiker bleiben. Er konnte 3 Minuten vor einem Instrument sitzen, ohne auch nur einen einzigen Ton zu spielen, und wurde Musiker bleiben. In der Welt der Literatur geht es jedoch etwas strenger zu. Nicht jeder Schreiber, nicht jeder geschriebene Text zahlt zur Literatur. Bis heute tobt in der Literaturwissenschaft ein lebendiger Diskurs uber den Begriff der Literatur und seine Groen (Autor, Text und Leser), ausgelost von dem Franzosen Roland Barthes, welcher mit seinem Pladoyer "Der Tod des Autors" als Vater der Verabschiedung des Autors als Groe in der Literatur gilt. Den Tod des Autors zu proklamieren, ist - betrachtet man den heutigen Literaturbetrieb - fast schon absurd, denn der Autor scheint eine feste Groe in der heutigen Zeit zu sein, wenn nicht sogar die entscheidende.