ISBN-13: 9783668103825 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 48 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Technische Universitat Dresden (Neuere deutsche Literatur und Kulturgeschichte), Veranstaltung: Schlusseltexte der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts, Sprache: Deutsch, Abstract: Fast alle Forschungsbeitrage zur Interpretation des "Sandmanns" von E.T.A. Hoffmann beschaftigen sich mit der Augen- und Automatenproblematik. So gilt das Augen- neben dem Puppenmotiv als das zentrale Leitmotiv uberhaupt in der Erzahlung. Man staunt, mit welcher Prazision Hoffmann das Problem von Wirklichkeit und Wahnsinn symbolisch mit dem Motiv der Augen konkretisiert. Ziel dieser Arbeit ist es demnach, zu untersuchen, welche Bedeutung die Augen in Hoffmanns Werk "Der Sandmann" tragen und welche Funktion sie in diesem Zusammenhang ubernehmen. Dabei wird zuerst die Beschreibung der Augen der Figuren in der Erzahlung in Beziehung zu ihrem Charakter gesetzt und gedeutet. Des Weiteren wird die Bedeutung des Augenmotivs im Sandmann-Marchen der Kinderfrau untersucht, da es als Ursprung fur Nathanaels Hang zum "Wunderbaren, Abenteuerlichen" und dem spater eintretenden Wahnsinn Nathanaels zu werten ist. Daran anknupfend erfolgt die Betrachtung des Augenmotivs im Zusammenhang mit Nathanaels Wahnsinn, indem die Bedeutung des Augenmotivs in der Laborszene, in Nathanaels Dichtung, bei der Begegnung mit Olimpia und ihrer Zerstorung sowie in der Schlussszene ausfuhrlich betrachtet und interpretiert wird. Eine ab-schlieende Schlussbetrachtung fasst die grundlegenden Erkenntnisse zur Bedeutung und Funktion des Augenmotivs in Hoffmanns "Sandmann" zusammen. Die Erzahlung "Der Sandmann" von E. T. A. Hoffmann wurde erstmals 1816 veroffentlicht und wird haufig auch als Schauerroman bezeichnet. Die erste Niederschrift der Erzahlung stammt aus dem Jahr 1815, wahrend der Erstdruck des "Sandmanns" in der 1816 er-schienen Sammlung unter dem Namen "Nachtstucke" erfolgte. Die Erstfassung unterscheidet sich