ISBN-13: 9783656148418 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 1,0, Helmut-Schmidt-Universitat - Universitat der Bundeswehr Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Die von Francisco de Vitoria in seinem Text "De Jure Belli" aufgestellten Theorien und Aussagen beziehen sich ursprunglich auf die als Conquista bekannten spanischen Missionskriege im 16. Jahrhundert in Sudamerika. Dass die von de Vitoria getroffenen Feststellungen diesbezuglich zutreffend sind, steht auer Frage. Spannend ware hingegen zu sehen, ob sich seine Theorie des Volkerrechts bzw. uber den gerechten Krieg auch auf andere damalige Kriege bzw. Kriegssituationen anwenden lasst. Um eine authentische Ubertragung zu gewahrleisten, bedarf es eines Konflikts, welcher annahernd zur gleichen Zeit wie die Conquista stattfand. Aus diesem Grund wird die Reconquista als Betrachtungsgegenstand gewahlt, da zumindest ihre Endphase dem Beginn der Conquista zeitlich gesehen unmittelbar vorausging. Weiterhin waren gegen Ende der Reconquista die ethischen und moralischen Wertvorstellungen sowie die politische Landschaft im Lebensumfeld von de Vitoria annahernd die gleichen wie zur Zeit der Conquista. Diese Tatsache ermoglicht erst eine Anwendung seiner Theorien auf den Konflikt zwischen Muslimen und Christen auf der Iberischen Halbinsel. Ziel dieser Arbeit ist es daher, Argumente fur und gegen eine Einschatzung der Reconquista als gerechten Krieg aus Sicht der Christen im Rahmen von Francisco de Vitorias Bellum-Iustum-Lehre herauszuarbeiten und zu reflektieren. Weiterhin soll untersucht werden, wie de Vitorias Theorie funktioniert. Dabei steht vor allem die Frage im Mittelpunkt, ob alle oder nur einige Kriterien zur Erfullung der Theorie notwendig sind. In Kapitel 2 erfolgt ein Uberblick uber die geschichtliche Entwicklung der Reconquista. Die Darstellungsweise wird dabei so gewahlt, dass ein Bezug zu der Lehre de Vitorias moglich ist. Anschlieend werden in Kapitel 3