ISBN-13: 9783656424260 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 32 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Zeitalter Weltkriege, Note: 1,0, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universitat Bonn, Veranstaltung: Seminar: Der Versailler Vertrag, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit zielt daran ab, das Verhalten der ersten italienischen Delegation an der Pariser Friedenkonferenz (18. Januar 1919- 19. Juni 1919) zu erforschen. Um die Gebietsanspruche der italienischen Regierung zu verstehen, ist es notwendig, nicht nur die innenpolitische und gesellschaftliche Situation dieser Nation, sondern auch die Interessenanlage und das daraus folgende Benehmen der Alliierten und der Vereinigten Staaten zu erklaren. Um diesen Zweck zu erreichen, habe ich nicht nur die bestehende Literatur uber die Teilnahme Italiens an der Konferenz benutzt, sondern auch die italienische diplomatische Dokumente gelesen und angewendet. Im Jahr 1914 und seit 1882 war Italien ein Mitglied des Dreibundes. Jedoch geht es aus den italienischen diplomatischen Dokumenten hervor, dass die zwei Alliiertenstaaten vor dem Anfang der Friedenskonferenz dafur waren, die Versprechungen des Londoner Vertrags gegenuber Italien zu erfullen. Jedoch haben sowohl der Mangel an eine einstimmige italienische Auenpolitik, als auch die hartnackigen Gebietsanspruche Sonninos bei der Konferenz beigetragen, die italienische internationale Handlungsfahigkeit zu schwachen. Grobritannien und Frankreich nutzen die diplomatische Schwache Italiens aus, um ihre eigene Ziele zu verfolgen und haufig ihre wirtschaftliche Vormacht in einigen Kolonien zu Nachteil Italiens zu verstarken. Das wurde uberhaupt deutlich, als die italienische Delegation die Konferenz nach dem beleidigenden Manifest Willsons verlie die Alliierten ergriffen die Moglichkeit, um die Verhandlungen uber Anatolien und die Mandate- Frage zu vollenden.