ISBN-13: 9783656472995 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 2,9, Georg-August-Universitat Gottingen (Seminar fur Mittlere und Neuere Geschichte), Veranstaltung: Konig Taugenichts. Thronsturz und Herrscherabsetzung im europaischen Mittelalter., Sprache: Deutsch, Abstract: Zwei einander sehr ahnliche Menschen treffen im 13. Jahrhundert aufeinander, beide mit visionaren Ansichten, aber durch unterschiedliche Traditionen voneinander getrennt. Der eine ist Kanoniker und Rechtsgelehrter, der andere Sohn des einflussreichen Geschlechts der Staufer. Der erste ging als Papst Innocenz IV. in die Weltgeschichte ein, als ein Papst, der es wagte, einen romischen Kaiser abzusetzen. Der andere ging als Kaiser Friedrich II. ebenfalls in die Weltgeschichte ein, und zwar als eben jener abgesetzte Kaiser sowie als Weltenwandler und Endzeit-Zuchtiger der Kirche. Beide Manner wollten ihre Vision durchsetzen, die sich einander sehr ahnelte. Innocenz wollte den Apostolischen Stuhl zur alleinigen Instanz in der Welt machen, der Papst als hochster Richter auf Erden, dem selbst Kaiser und Konige zu Fuen liegen. Friedrich wollte das Kaisertum von der Kirche losen, die Kirche allgemein ihren Einfluss in weltliche Dinge nehmen. Fur ihn habe die Kirche nur eine Aufgabe, Gott in Demut und in Armut zu dienen. Eine Kirche, die sich in seine Politik als weltlicher Herrscher einmischt, wollte er nicht haben. Selbst der Papst war fur ihn ein einfacher Untertan aus einfachem Stande. So geschah es, dass beide Manner aufeinander trafen und ihre Positionen stur und eisern hielten, bis Innocenz den Schritt zur Deposition Friedrichs wagte. Er berief sich auf das Alte Testament, auf die Kanonistik, besonders die Lehren des Alanus Anglicus, und auf sein Primat Petri. Er besa die Binde- und Losegewalt, der sich der exkommunizierte Kaiser zu fugen hatte. Doch Friedrich erkannte seine Deposition nicht an