ISBN-13: 9783640863068 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 48 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich VWL - Konjunktur und Wachstum, Note: 1,3, Friedrich-Schiller-Universitat Jena (Makrookonomie), Veranstaltung: Konjunkturtheorie, Sprache: Deutsch, Abstract: Konjunkturtheorie Hauptseminararbeit und Vortragsfolien Zielgruppe: Studierende der VWL und BWL Verfolgte man vor der vergangenen Bundestagswahl im September 2009 die offentliche politische Diskussion so stie man des Ofteren auf die Argumentation, die verschiedenen Parteien versuchten mittels teurer Wahlgeschenke die Regierungsmacht zu erlangen bzw. den Machterhalt zu sichern. Zwar stand die Wahl aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise unter besonderen Vorzeichen, jedoch war es nicht uberraschend, dass wenige Monate vor der Wahl den Wahlern umfangreiche Subventionen oder Steuerstrukturanderungen versprochen wurden. Diese Sichtweise steht jedoch im Gegensatz zu traditionellen okonomischen Modellen, in denen sich die wirtschaftspolitischen Entscheidungstrager benevolent verhalten und durch eine Stabilisierungspolitik versuchen extreme Konjunkturschwankungen zu glatten. Die Vertreter der politischen Konjunkturtheorie gehen stattdessen davon aus, dass Politiker auch Wiederwahl und/oder Ideologieinteressen verfolgen. Durch diese Beeinflussung der wirtschaftlichen Aktivitat werden zusatzliche, oft systematische Schwankungen ausgelost, die als politische Konjunkturzyklen verstanden werden konnen (vgl. Belke 1996, S.7). Die ersten Versuche, das Politikerverhalten und die okonomische Entwicklung miteinander zu verbinden, fand Mitte des 20. Jahrhunderts statt und geht zuruck auf Michael Kalecki (1943). Es dauerte allerdings bis 1975, als William D. Nordhaus in seinen Aufsatz "The Political business Cycle" den Begriff des Politischen Konjunkturzyklus aufgriff und ihn zur Theorie des Politischen Konjunkturzyklus ausweitete. Ziel dieser Seminararbeit