ISBN-13: 9783638717281 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 80 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Fruhgeschichte, Antike, Note: gut, Universitat Leipzig (Historisches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: Da den Frauen juristisch keine Rechte in Bezug auf die Teilnahme am offentlichen politischen Leben zustanden, uns aber die Quellen reichlich Hinweise auf derartige Aktionen bzw. Ambitionen liefern, sollte die Arbeit untersuchen, welche anderen Moglichkeiten der politischen Einflussnahme den romischenFrauen zur Verfugung standen. Den Frauen war demzufolge der politische Raum verschlossen, d.h. die Amter und Institutionen, in welchem Politik in Form von Abstimmungen und Gesetzen "gemacht" wurde. Doch gerade die politische Struktur der romischen Republik, welche auf Konsens angelegt war, lasst den Schluss zu, dass Abstimmungen und Ergebnisse bereits vor ihrer Publikation im politischen Raum anderweitig besprochen und ausgehandelt wurden. Dies wurde bedeuten, dass wir diese Konsensbildung in einem vor dem politischen Raum gelagerten Gebiet annehmen mussen; dabei spricht man dann vom vorpolitischen Raum. Es trat hierbei die Erkenntnis zu Tage, dass die dargestellten Frauen in ihrem Typus und Auftreten und in der Wirkung, die sie erzielten, alles andere als homogen waren. Die Moglichkeiten der Frau in der spaten Republik waren aufgrund der sich andernden politischen Grundlagen des Gemeinwesens somit vielfaltiger als die der Frauen im Prinzipat. Somit konnte man schlussfolgern, dass der vorpolitische Raum und seine Transparenz zum politischen Raum fur die Frauen gerade in der spaten romischen Republik erweitert waren und verschiedenste Moglichkeiten der Einflussnahme boten. Jedoch mit der Konsolidierung des Prinzipates verschwand diese Transparenz zumindest fur die Frauen, die keine Angehorigen des Kaiserhauses waren, ganz betrachtlich und beschrankte die Frau wieder auf ihre traditionelle Rolle.