ISBN-13: 9783638902090 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 1998 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,0, Universitat zu Koln (Institut fur Volkerkunde), Veranstaltung: Proseminar: Nahostlander aus ethnologischer Sicht, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im alten Vorderen Orient benutzte man zwei Arten von Kalendern, namlich das Sonnenkalender und das Mondkalender. Beide beruhen auf leicht zu beobachtenden Zyklen der Natur. Das Sonnenkalender ergibt sich aus dem Kreislauf der Jahreszeiten und der Stellung der Sonne zur Erde. Das Sonnenjahr, d.h. die Zeit, die die Erde fur eine komplette Umdrehung um die Sonne braucht, dauert ungefahr 365 1/4 Tage. Die meisten Volker, vor allem die, die Ackerbau betrieben, verwendeten diesen Sonnenkalender. Einige nomadische Volker verwendeten den Mondkalender, welcher auf den Zyklen der Mondphasen beruht. Da eine komplette Umdrehung des Mondes um die Erde ca. 29 1/2 Tage dauert, ist ein Mondjahr mit zwolf Monaten ungefahr 354 Tage lang bzw. elf Tage kurzer als das Sonnenjahr. Dementsprechend finden die islamischen Feste jedes Jahr 10 bis 11 Tage fruher statt als noch ein Jahr zuvor, wandern also von Jahr zu Jahr. Die alten arabischen Beduinenstamme orientierten sich bis vor zwei Jahrhunderten vor der Hidschra an einem reinen Mondkalender und danach ubernahmen sie einen "Sonne-Mond-Kalender," das dem Kalender der Juden ahnelte. Das Jahr begann im Herbst und bestand aus zwolf Mondmonaten, die von Neumond zu Neumond gerechnet wurden. Alle zwei oder drei Jahre wurde ein dreizehnter Monat angehangt, damit der Anfang des Jahres im Herbst beibehalten werden konnte. Dieses arabische Interkalationssystem wurde nasi, Verschiebung, genannt ( vgl. Watt: 1980: 306f). Diese System ist naturlich verwirrend, zumal man nicht wei, in welchem Jahr der Herrscher ein nasi durchfuhrt. Dieses System harmonierte auch mit den religiosen Brauchen nicht.