ISBN-13: 9783638936217 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 84 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte - Allgemeines, Note: 1,3, Universitat Karlsruhe (TH) (Institut fur Geschichte), 70 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Joachim Fest, der zu den bedeutenden zeitgeschichtlichen Autoren in Deutschland gerechnet wurde, hat wie kein anderer das Verstandnis vom Dritten Reich gepragt. Der zwischen Wissenschaft und Journalismus schwankende Grenzganger Fest erreichte mit seinen Publikationen ein Millionenpublikum und war auf Grund seiner medialen Prasenz einer der meinungsbildenden 'Historiker' der Bundesrepublik. Die Spanne seiner Interessen und Neigungen war uberaus vielfaltig und somit auch seine Veroffentlichungen. So hat er eine Vielzahl von Werken zu den unterschiedlichsten Themen herausgebracht: Essays uber Thomas und Heinrich Mann, ("Die unwissenden Magier"), in denen er den beiden Schriftstellern jeglichen politischen Sachverstand absprach, das Buch "Im Gegenlicht," in dem er Eindrucke, Wahrnehmungen und Beschreibungen des sudlichen Italien zusammenfasste oder seine Portraitskizzen von Weggefahrten und Zeitgenossen wie Hannah Arendt, Sebastian Haffner, Ulrike Meinhof und anderen in den "Begegnungen." Die deutsche Offentlichkeit begleitete er anfangs mit seinen Horfunkbeitragen beim RIAS historiographisch durch den Ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik. Aus einer Art Vorstudie unter dem Titel "Das Gesicht des Dritten Reiches" (1963) entstand dann Anfang der siebziger Jahre Fests grundlegende Hitler-Biographie mit der ihm eine Bilanz der Ursachen und Folgen der NS-Diktatur gelang. Hitler hatte er "analytisch gerontgt" wie Frank Schirrmacher das einmal bezeichnete und den komplexen Gegenstand mit enormem Stilvermogen erzahlbar und auf diese Weise auch rationalisierbar gemacht. 1973 trat Fest als Leiter des Kulturteils in das Gremium der Herausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ein und verhalf dem Feuilleton zu neuer Blute. Er engagierte Marcel Reich-Ranicki und konnte Rom