ISBN-13: 9783428193264 / Niemiecki / Miękka / 2024 / 172 str.
Die Arbeit widmet sich dem praktisch bedeutsamen Problem der vereinsrechtlichen Zulässigkeit wirtschaftlicher Geschäftsbetriebe von Vereinen i.S.v. 21 BGB am Beispiel des Profifußballs. Dabei wird sich mit der allgemeinen Rezeption auf die Kita-Rechtsprechung auseinandergesetzt. Anhand dessen wird der Selbstzweckbetrieb als qualitative Grenze für die vom BGH postulierte Indizwirkung des Gemeinnützigkeitsstatus festgesetzt. Für Vereine mit eigener, nicht ausgegliederter Lizenzspielerabteilung wird dann anhand einer Betrachtung monetärer und nichtmonetärer Beiträge geprüft, ob praktische Merkmale des Selbstzweckbetriebes für die Lizenzspielerabteilung erfüllt sind. Außerdem wird eine rechtssichere Organisationsmöglichkeit in Form von verpflichtenden »club-trained playern« für die Lizenzspielerabteilung vorgeschlagen. Für Vereine mit ausgegliederter Lizenzspielerabteilung wird neben Zurechnungsfragen die Bedeutung der Kita-Rechtsprechung thematisiert und jener auf Basis der Erkenntnisse aus den Zurechnungsfragestellungen eine geringe Bedeutung attestiert.
Die Arbeit prüft, ob Vereine des Profifußballs aufgrund ihres wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes in Form der Lizenzspielerabteilung Rechtsformverfehlung begehen. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Kita-Rechtsprechung des BGH gelegt und hinterfragt, inwiefern eine Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung der Rechtsformverfehlung entgegenwirkt. Für die vereinseigene Lizenzspielerabteilung wird außerdem ein Lösungsvorschlag für eine rechtssichere Organisation unterbreitet.