ISBN-13: 9783640433582 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft, Note: 1,3, Freie Universitat Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit soll den Gegenstand des Erhabenen zum Thema haben. Die Definition des Erhabenen sowie dessen Funktion und Wirkung finden ihren Anfang in der Antike. In der griechischen Kultur geht die Geschichte des Erhabenheitsbegriffes von Hypsos (griechisch: Hohe) bzw. hypsagores (griechisch: hochredend) aus, womit die erhohte Sprache" gegenuber anderen Menschen gemeint ist. Dabei sollen furstlicher Stolz und edle Gesinnung" zum Ausdruck gebracht werden. Nach Cicero, dem beruhmten romischen Politiker, Anwalt und Philosophen, beabsichtigt der erhabene Stil," (auch genus grande genannt), ...] den Zuhorer zu bewegen, indem man dessen Gefuhle anspricht ...]." Wahrend in der Zeit der Antike eindrucksvolle Sprache" und eindrucksvolle Gedanken" als erhaben gedeutet wurden, fand die Umstrukturierung des Begriffs ihren Hohepunkt in der Zeit der Aufklarung, in der Naturerscheinungen mit dem Begriff des Erhabenen in Verbindung gebracht wurden. Damit wird offenkundig, dass das ursprungliche Hauptmerkmal des Erhabenen ein sprachliches war, welches sich im Laufe der Zeit zu einem materiellen" veranderte. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf dem Konzept des Erhabenen zu Zeiten der Aufklarung, in dem Naturfurcht, Naturbeherrschung und Naturgenuss eine zentrale Rolle spielten. Hierbei werden sowohl Kants als auch Schillers Deutungen vom Erhabenen eine zentrale Rolle einnehmen. Als wichtigste antike Erorterung des Erhabenen gilt die pseudo-longinische Abhandlung. Die Grunddefinition kann wie folgt zusammengefasst werden: Das Hochste und Hervorragende der Reden ist das Erhabene." Bei der Erzeugung des Gefuhls des Erhabenen sind eine naturliche Begabung" und eine kunstlerische Ausbildung" erforderlich, wobei das Talent von beidem das Wichtigere ist." Die Abhandlung nennt funf Ursachen, die Erhabenhe"