ISBN-13: 9783640591688 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 32 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands, Note: 2,0, Universitat Potsdam (Institut fur Politik- und Verwaltungswissenschaften), Veranstaltung: Staats- und Verwaltungsmodernisierung in Deutschland, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Staatskonzept des sozialen Wohlfahrtsstaates bluhte nach dem Zweiten Weltkrieg in Westeuropa regelrecht auf. Bis zum Ende der 1970er Jahren wurden vorbehaltlos bestehende Programme der sozialen Sicherung ausgebaut und die Leistungstiefe durch neu aufgelegte Wohlfahrtsmanahmen ausgeweitet. Spatestens mit dem aufkommenden Leitbild des "Aktiven Staates" wurde der fursorgende Wohlfahrtsstaat zu einem pragenden Kennzeichen der deutschen Sozialstruktur. Die expansive Sozialpolitik zu jener Zeit wurde als Gegenkurs zu den gesellschaftlichen Entwicklungen, Herausforderungen und vor allem Angsten gesehen, deren primare Funktion eine stabilisierende war. Der Erhalt des sozialen Friedens sollte nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen westeuropaischen Landern eine neuerliche Katastrophe, wie den Zweiten Weltkrieg, verhindern helfen. Der Wohlfahrtsstaat wurde in jenen Jahren als Fundament der demokratischen Ordnung von allen gesellschaftlichen Kraften begrut und galt als gewichtiges Element fur eine erfolgreiche okonomische Entwicklung. Die konzeptionelle Wende deutete sich mit der ersten Olpreiskrise von 1973 an. Der erste groe volkswirtschaftliche Einbruch fuhrte zu einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit und zu einer massiven Belastung des offentlichen Haushalts. Die Staatsschuldenkrise verscharfte sich und der vorbehaltlose Wohlfahrtsstaat kam in die kritische Diskussion. Antagonistisch zum sozialen Wohlfahrtsstaat entwickelten konservative Krafte das neoliberale Leitbild des "Schlanken Staates." Dieses Konzept sieht eine massive Ruckfuhrung von staatlichen Leistungen und Aufgaben sowie die Konzentration des Staates auf elementare Kernbereiche vor. Die bisherigen Auf